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I feel the need to lay down beside you.



„Es ist gut, dass du wieder da bist.“ „Aber du warst doch weg.“

Mit dir kam der Winter.
Schneeflockenträume und wilde Strudel in Kabatassen. Deine Arme haben mich immer gewärmt, wenn die Luft drohte zu kalt zu werden. Dein Herz hat angefangen in der Nacht an meinem Rücken zu schlagen. Ein paar kleine Träume hast du wahr gemacht. Häufig hast du mich ganz furchtbar zum Lachen gebracht. In diesem Winter habe ich nicht vor Kälte gezittert sondern vor Vorfreude auf dich. Mit dir erschien mir der Winter nie auswegslos.

Dann hast du den Schnee zum Schmelzen gebracht. Die Sonne brach durch die Wolken und dein Gesicht war es, auf dem ich ihre ersten Strahlen bewundern konnte. Wir saßen nachts mitten auf der Straße und haben mit imaginären Karten gespielt. Es war eigentlich noch viel zu kalt, aber wir haben schon lange bevor es richtig Frühling war den Sommer zelebriert, Musik hörend auf einer Decke im Park. Mit dir war Frühling als der Himmel sein erstes Blau trug.

Ich genieße die Zeit mit dir, ich freue mich auf den Sommer.

Heart shaped box.

Da war nur die Unfähigkeit sich zu verlieben. Träume von Liebe, klar. Und die Vorstellung, wie es wäre wenn… Ihr wisst schon. Aber tatsächlich kam Beziehung um Beziehung und keine hat dich berührt. Du hast dich nicht berühren lassen.
Da war auch die Unfähigkeit der Anderen dich zu lieben. War das deine Schuld oder deren? Konnte man in einem solchen Fall Schuldzuweisungen machen? Nie hat dich jemand so angesehen, als hätte er die Erleuchtung gefunden, nie hast du jemanden wirklich glücklich gemacht. Manchmal habt ihr euch verfehlt, manchmal habt ihr aneinander vorbei geliebt. Das hatte gereicht für den Moment. Immer hat alles gereicht. Wer hatte schon Ansprüche? Und zur Not konntet ihr euch alle immer gut verstellen.
Und dann bist du aufgewacht. Natürlich klingt das wie in einem Märchen aber neue Lebensabschnitte beginnen doch immer damit, dass irgendjemand aufwacht, oder? Du bist aufgewacht und dir fiel auf, dass du dich nicht mehr verstellen musstest. Du hast dich gefunden, sozusagen. Was du da sahst war zwar nicht besonders glorreich aber du warst zufrieden damit. Immerhin etwas und würde irgendjemand ein Buch darüber schreiben, dann würde es sich vielleicht immerhin annähernd so spannend lesen wie Kurt Cobains Biographie. Du gabst dir auch wirklich Mühe. Wenn du mit einem Kater aufgewacht bist und kotzen musstest, dann hast du erst einmal eine geraucht – damit du auch wirklich kotzt. Der Kerl hat dir die Haare zurückgehalten und dir ins Ohr geflüstert, dass du schön aussiehst. Und das wars dann. Das hat dir den Rest gegeben. Du wusstest, dass du in diesem Moment hinwegschmelzen müsstest oder sowas aber du warst ganz gelassen und dir wurde klar, dass die Unfähigkeit zu lieben wohl deine Bestimmung war. Du musstest dich nicht mehr verstellen, denn eigentlich war das ja ganz gut so. Du hast nie geliebt und das war okay, denn das war dein Leben.

Oh, the days go by so fast/ 2010.

Hierher hab ich das. Eigentlich ist das gelogen, weil ich hab das schon vor dem ausgefüllt und nur noch nich veröffentlicht, weil es noch nicht an der Zeit war. Jetzt ist es an der Zeit. Ein bisschen überarbeitet hab ich’s noch und ganz geschwind und klammheimlich die „2009″ in „2010″ umgewandelt. Denn in Wahrheit hab ich das natürlich hierher.

1. Zugenommen oder abgenommen?
Abgenommen :) Und das ohne mein aktives Zutun, irgendwie!
2. Haare länger oder kürzer?
Länger. Bald werd ich wohl wirklich so aussehn, wie es von einer Frau erwartet wird.
3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Dank Karotten hab ich natürlich Adleraugen. Schon immer gehabt und das änderte sich auch dieses Jahr nicht.
4. Mehr Kohle oder weniger?
Keine Kohle. Also gleichgeblieben.
5. Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr, nehm ich mal an. Ich bin jetzt aber auch erwachsen und muss deswegen Unmengen Kaffee trinken, mit vielen Büchern unter‘m Arm rumlaufen und dauernd weggehn und so.
6. Mehr bewegt oder weniger?
Ich habe mich mehr bewegt und ich habe mehr bewegt. Yaii.
7. Der hirnrissigste Plan?
„Eigentlich will ich mich nicht mehr verlieben.“
8. Die gefährlichste Unternehmung?
Da fallen mir einzwei Sachen ein, die ich aber nicht der Öffentlichkeit mitteilen mag.
9. Der beste Sex?
Guter Sex kriegt bei mir immer gute Namen, also: Die erste Nacht des Sommers, Sunday, SiesGUTEschlampe.
10. Die teuerste Anschaffung?
Nen Armkettchen für ne Freundin. Quatsch, mein Roller natürlich!
11. Das leckerste Essen?

Pfannekuchen und Zwiebelkuchen. Und der super Rührei-BBQ-Sauce-Käse-Frischkäse-Kartoffelsalat-Burger. Und Schokolade. Und Wok und selbergemachtes thailändisches Zeugs und so.
12. Das beeindruckendste Buch?
Richtig beeindruckend finde ich ja den Pinocchio-Comicband, den ich zum Geburtstag erhielt. Auch wenn das kein richtiges Buch ist. Aber über Bücher könnt ich schon wieder viel zu viel schreiben, jetzt.
13. Der ergreifendste Film?
Maybe Bangladesh.
14. Die beste CD?
Eels – End Times. Und der Livemitschnitt des Heather Nova-Konzertes in Tübingen.
Keine CD sondern Vinyl: Die Kommando Horst-Hrubesch-Hymne von den Movements „Come On Kommando“
15. Das schönste Konzert?
Das Los Franco-Neros-Konzert vorletzte Woche beim Schellinghausfest. Und Heather Nova im Sudhaus, auch wenn ich ohnmächtig wurde. Und Irié Revoltes im Franz.K. Und noch einige andere, aber ich weiß nicht genau, welche in diesem Jahr waren.
16. Die meiste Zeit verbracht mit …?
…feiern. Und schlafen. Und kochen.
17. Die schönste Zeit verbracht mit …?
…einigen großartigen Menschen. Und beim Reisen.
18. Vorherrschendes Gefühl 2010?
Glück. Und irgendwie Tollpatschigkeit.
19. 2010 zum ersten Mal getan?
Dinge ab 18 legal gekauft. Clubs ab 18 legal besucht. Ohne Begleitung Auto gefahren. Belgien, Luxemburg, Kassel und Erfurt gesehen.
20. 2010 nach langer Zeit wieder getan?
Mich verliebt.
21. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Polizeieinsätze, Eifersucht von Anderen und Leistungsdruck.
22. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Ich.
23. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Der Geburtstagsjingle + Outtakes.
24. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Mein Geburtstagsfilm. Und dass es Euch alle gibt, Leute! :)
25. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„…und morgen kommt sie aus Palästina zurück!“
26. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Ich sage keine schönen Sätze. Ich rede nur wirren Kram.
27. 2010 war mit einem Wort …?
Gediegen. Äh. Nee. Eher: Großartig!
28. Noch Fragen?
Nö.

Where the sunlight hits the snow.

Die Sanftheit, mit der die Welt mich empfängt als ich durch die Türe trete muss sie zuvor direkt aus meinem Innersten genommen haben. Der Schnee fällt so leicht und so weich wie mir war; eben noch in deinen Armen. Ich möchte nicht aufwachen, doch es muss ein Traum sein. Von dieser Schönheit kann meine Welt nicht sein. Ich bin eingehüllt in diese Schneewand, umgeben von den Gedanken an dich.

Ich lebe die tragischste aller Liebesgeschichten. Mein Verstand kämpft gegen Erwartungen und mein Herz findet sich auf keiner Seite wieder.

Der Schnee glitzert so furchtbar. Ich versinke ganz in seine Betrachtung, möchte mich nie mehr mit etwas Anderem beschäftigen. Der glitzernde Schnee soll mich so fest umschließen, dass ich zur Ruhe kommen kann. Denn ich bin unruhig, seit ich dich liebe. Nervös und fahrig. Ich erkenne mich selbst nicht und finde dich viel zu oft in meinen Gedanken. Zähle vertane Chancen; plage mich damit.
Alle meine Hoffnung kann ich jetzt nur noch auf den Schnee setzen, kann nur noch wünschen, dass er mich beruhigt.

In der Nacht suchte ich dich; in der Nacht fand ich zu dir.

Wir wanken gemeinsam durch die Wirren der Nacht, durch die Turbulenzen in unseren Köpfen und wir kommen uns nah. Ich sehne mich nach dir und ich verwünsche dich dafür, dass du meinem gierigen Herzen delikate Appetitmacher zugeschnippt hast, ohne dass du und ich je die Konsequenzen in ihrem gewaltigen Ausmaß auch nur ansatzweise begreifen konnten. So viele Worte hämmern gegen meine Schädeldecke; Zuneigung zu dir lähmt mich und ist die einzige Triebkraft die ich besitze. Eigenmächtiges Denken habe ich aufgegeben, Ratio kenne ich nicht mehr.

Ich hätte nicht gedacht, dass es so weit kommt. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass ich einmal so weit unten landen würde. Da verleugne ich dich in dem Maße in dem ich dich begehre. Ich sehe zu, wie ich ausblute und denke nicht einmal daran, die Wunde zu versorgen. Mein Kopf und mein Bauch schmerzen vor irrationalen Ängsten – sieh, wie der Horizont verbrennt.

Wie könnte ich dich jetzt noch vergessen? Ich krieche durch die Wüste, hab schon lange den Boden unter den Füßen verloren und wünsche mir, dass der Treibsand mich verschluckt. Vielleicht sollte die Wüstensonne mich wärmen, vielleicht könnte ich endlich schlafen, würde ich mich in den heißen Sand legen.
Meine Kehle trocknet aus aber ich finde den Weg aus der Wüste nicht mehr. Es war doch meine Schuld, ich habe mich doch selbst hier hingeführt.

Wäre ich nur still gewesen. Ich hätte mein Leben einfach fortführen können, würde nun nicht unter der gleißenden Sonne über diese Schutthalde wanken. Die Umgebung hat sich verändert. Statt Dünen und rauem Sand unter den Füßen laufe ich nun über ausgetrockneten Schlamm, über gigantische Geröllfelder.
Hier ist der Nabel der Welt, hier begann mein Leben und hier wird es enden. Hier werde ich für immer bleiben.
Vom Himmel regnet es dickflüssige, weiße Tropfen. Der Boden reißt auf, eine gewaltige Welle überschwemmt mich: Ich befinde mich in einem eben noch ausgetrockneten Flußbett.

Während ich atemlos mit den Fluten ringe möchte ich lachen wie eine Besessene, weil ich an das Glück denken muss, das ich empfand als wir uns berührten. Sehnsucht bleibt the hope of lonesome nights. Auch du hast gelächelt, daran erinnere ich mich.

Ich kann dir nicht verzeihen, dass du mir den Verstand nahmst. Nachdem ich ertrunken bin, erwache ich wieder mit Bauchschmerzen. Ob ich versuche, den verdammten Feuerball am Himmel mit dem Blut zu löschen, das dieser alberne Muskel in meiner Brust durch meinen Körper pumpt, kann ich nicht erkennen. Es ist viel zu hell hier. Anscheinend ist schon lange nicht mehr Nacht.

I love you in the morning; when you‘re still hung-over.

Mein Pulli ist viel zu groß und unheimlich weich. Schon jetzt kann ich mir nicht vorstellen, jemals etwas anderes zu tragen. Nachdem ich die letzten Nächte immer unterwegs war, um auszuprobieren wie sich die erwachsenen Exzesse anfühlen, bricht nun die Sonne durch mein Zimmerfenster. If we get up now, we can catch the afternoon. Ich sitze auf meinem Bett und frühstücke Pralinen und um mich ist es wieder Indian Summer. Die Stürme sind vergessen und ich bereue nichts. Wie könnte ich? Ich liebe jeden Augenblick in meinem Leben und ich möchte mich für all meine Erinnerungen beglückwünschen. Ich liebe auch diesen Augenblick. Mir wird schlecht, in dem Augenblick in dem du mich küsst, aber ich würde alles für diese Übelkeit geben. Mein Leben veranstaltet ein fantastisches Feuerwerk in meinem Kopf, ein Spektakel der Extraklasse. Ich liebe euch alle.

Am Abend zuvor bin ich vor Rührung fast in meinem Sessel versunken. Es sind die Menschen, die mich umgeben, die mein Leben so unglaublich machen. Ich wollte tanzen, vor Freude, doch es lief nur Rausschmeißermusik. Eine Stunde mehr hatte die Nacht aber die Biorythmen der Menschen stellten sich nicht darauf ein. Ein bisschen haben wir doch trotzdem getanzt.

Ich bin so müde und der Herbst, der durch mein Zimmerfenster strömt, riecht nach Frühling. Jetzt liege ich hier bei dir und später werde ich schlafen. Ich möchte jeden Tag so beginnen, mit Pralinen und diesem weichen Pulli.
„Jetzt bist du erwachsen“, sagen alle. Aber das Beste ist, dass niemand neue Erwartungen stellt. „Jetzt bist du erwachsen und du bist ja du.“, sagen sie. Jedesmal wenn ich diese Leute ansehe, die mich anscheinend gerne mögen, möchte ich vor Glück platzen. Hallo? Die besten Leute der Welt hängen mit mir rum. Ich bin manchmal wirklich sprachlos.

Alles fließt, alles ist in Bewegung und ich bin mittendrin. Ich kuschele mich in meinen Pulli und du kuschelst dich an mich. Ich wundere mich kurz darüber, wieviele ‚Du’s es in meinem Leben gibt. Du und du und du und du und du und ich bin mir nicht sicher, wie es sein kann, dass ich euch alle kennen darf. Wir kennen uns alle ein bisschen anders und manchmal kennen wir uns auch kaum. Ich hoffe, dich wiederzusehen. Ich hoffe, dich kennenzulernen. Ich hoffe, dass du glücklich bist.

Es ist richtig, dass ich hier bin und die Herbstluft meine Lungen füllt. Ein Moment, der sich anfühlt als wäre er Ende und Anfang von Allem was von Bedeutung ist. Ein Moment unter tausend Momenten. Ich möchte mich immer hieran erinnern.
Ein bisschen falle ich und kann mich nicht halten. Ein bisschen atemlos bin ich nun doch, trotz der Herbstluft und trotz dem Frühlingsduft der vielleicht auch von dir ausgeht.

Und dann ist es wieder Abend.
Eine neue Bekanntschaft, ein flüchtiges Stück Nähe aber nicht mehr. Ich würde dich gerne kennenlernen. Will nicht nur dich sondern auch deine Worte kosten.
Eine neue Bekanntschaft. Weißt du noch, als wir uns im Delirium berührten? Ich weiß es nicht mehr. Am Abend suche ich dich.

Heavy night, it was a heavy night.

All apologies/ they only want you when you‘re seventeen.

They only want you when you‘re seventeen
When you‘re twenty-one you‘e no fun
They take a polaroid and let you go
Say they let you know
So come on


Ladytron – Seventeen

Ich zelebriere die letzten Exzesse bevor ich zur Vernunft kommen muss. Tanze verzückt durch die Nachtstunden doch im Morgengrauen winkt mir die Pflicht schon schelmisch zu. Ich verscheuche sie mit einer Handbewegung. Mag sein, dass sie denkt, sie hätte jetzt ihren Auftritt, aber da muss ich sie doch auf ein paar Akte später vertrösten. Die Pflicht kann mich nicht in die Pflicht nehmen: Ich zelebriere die letzten Exzesse bevor ich zur Vernunft kommen müsste.

An einem anderen Ort: Bagger zermalmen meine Kindheit. Ein starkes Bild, das nicht nur Bild ist. Was bleibt ist eine leere Wohnung und ein kleiner Kaktus.

Ich werde den letzten Exzess zelebrieren und wenn die Vernunft mich ruft, dann schicke ich sie dahin wo die Pflicht sich befindet: Hinter die Bühne. Denn zuerst beginnt der Tragödie zweiter Teil. Ich rufe auf, Exzess um Exzess zügellos zu zelebrieren und das Erwachsensein auf später zu verschieben!

Zeitgleich zersplittern die Grenzen meiner Kindheit, fremde Menschen zertreten meine Puppen und die Lieder die ich sang. Nur der Kaktus steht gelassen da. Ich danke dir, Kaktus, ich danke dir, dass du überdauerst.

Morgen ist ein großer Tag für mich. Einer der Tage, auf die ich warte, seit ich denken kann. Mein 18ter Geburtstag.

21 guns.



Die Nacht riecht nach überreifen Trauben und zerplatzt auf meiner Zunge; wird zu dickem Saft.

Es war schon empfindlich kalt und ich knöpfte meinen Mantel zu, so gut es ging: Zwei Knöpfe waren letzten Winter abgerissen und steckten seitdem in der Manteltasche. Ich war endlich auf dem Weg nach Hause, mit schmerzenden Gliedern und einem übervollen Kopf. Ich wollte nichts mehr tun, heute. So wie ich es gestern und die Tage zuvor auch schon getan hatte, würde ich mich auf mein Bett legen, die Decke anstarren und hoffen, dass der Schlaf bald kommen würde. Ich hatte ihn nötig, bitter nötig, nach allem was in den letzten Tagen und Nächten geschehen war.

Der Sand ist erkaltet, der Geruch von Moschus hängt noch immer in meinen Kleidern. Immerhin bin ich frei, denke ich. Nur immerhin?

Während die Zeit verging und ich einfach nur dalag und nicht aufhören konnte zu denken, wurde mir schmerzlich bewusst, dass ich nicht mehr liebte. Warum war mir das jetzt so wichtig?
Ich wusste nicht einmal ob es stimmte dass ich nicht mehr liebte. Ich fühlte das so, aber genauso deutlich liebte ich auch. Ging das? Konnte mein Herz versteinern und hitzig glühen zugleich? Meine Gedanken verschwammen; ich schlief ein, während ich sie noch festzuhalten suchte.

Natürlich macht eine Schwalbe noch keinen Sommer!, rufe ich entgeistert, denn ich suche dich: Es ist so schön mit dir.

Mit trockenen Augen irrte ich durch eine Wüste. Ich wusste, ich war im Traum. Aber lösen konnte ich mich nicht. Jetzt noch nicht.
Als ich aufwachte, nähte ich die Knöpfe wieder an meinen Mantel.

Impressionen.

Ichweißichweiß, ich blogg grad ungewöhnlich viel (zumindest für mein Verhältnis) und dann noch die ganze Zeit über Proteste bzw. Proteste gegen Stuttgart 21. Das liegt an verschiedenen Dingen: Zum einen ist es aktuell und (mir) wichtig. Zum anderen bin ich beeindruckt, wie viele und vorallem „verschiedene“ Menschen gegen S 21 demonstrieren. Außerdem ist Stuttgart bei mir in der Nähe.
Aber vorallem glaube hoffe ich, dass durch diese Proteste bzw. durch die Reaktionen von Politik und Polizei darauf, ganz ganz viele Menschen merken, dass regiert werden nicht unbedingt so toll ist, wie das Wort „Demokratie“ suggerieren könnte. Also, dass einfach Entscheidungen für alle Menschen getroffen werden und deren Meinungen einfach beiseite geschoben.
Denn ich glaub, wenn das viele Menschen merken und auch was dagegen tun wollen, dann ist das schonmal eine ganz gute Richtung (zu ner besseren Welt, oder so).

Aber ganz abgesehen davon ist es auch toll, wie kreativ die ganzen Leute werden. Hier (und im ganzen Restinternet natürlich auch an vielen Stellen), habt ihr‘n paar Beispiele dafür. Die Bilder sind von der Großdemo in Stuttgart am 9.10.2010. Ich hab versucht, die Gesichter möglichst unkenntlich zu machen, aber wenn eine_r sich wiederfindet und nicht gerne auf nem Foto im Internet (oder einfach hier in meinem Blog; ihrwisstschon) sein mag, dann sagt mir einfach Bescheid, dann hau ich das Bild hier raus!

Don Rosa.

Auch wenn politisch gesehn momentan ziemlich viel Kacke am Dampfen ist: Nicht alles ist schlecht.
Heute war sogar ein ganz großartiger Tag für mich, denn Don Rosa, ein von mir absolut verehrter Comic-Künstler war in meiner absolut verehrten Lieblingskneipe. Und eigentlich intressiert das keinen Menschen, aber das macht nichts, weil mich intressierts und mich bewegt das. Und dieses großartige Bild da oben hat er für mich gemalt. Uncle Scrooge mit seiner Number One! Yeah! Mit Herzchen und allem. Ich bin hin und weg! :)
Der hat sich extra ganz viel Zeit genommen, um sich mit allen Leuten zu unterhalten und so.

Und hey, wisst ihr, was ich noch gar nicht wusste? Die europäischen Übersetzungen von den Donald Duck-Comics haben mindestens einen gigantischen Fehler: Onkel Dagobert hamstert in seinem Geldspeicher im Original nämlich gar keine goldenen Taler – nein! Im Original sind das nur Nickel. Das symbolisiert nämlich viel besser den Geiz von ihm und ist voll lustig und so. Mein Weltbild hat sich grundlegend geändert, muss ich sagen. Ab jetzt nur noch Comics im Original!