Archiv der Kategorie 'Sonnentage'

All apologies/ they only want you when you‘re seventeen.

They only want you when you‘re seventeen
When you‘re twenty-one you‘e no fun
They take a polaroid and let you go
Say they let you know
So come on


Ladytron – Seventeen

Ich zelebriere die letzten Exzesse bevor ich zur Vernunft kommen muss. Tanze verzückt durch die Nachtstunden doch im Morgengrauen winkt mir die Pflicht schon schelmisch zu. Ich verscheuche sie mit einer Handbewegung. Mag sein, dass sie denkt, sie hätte jetzt ihren Auftritt, aber da muss ich sie doch auf ein paar Akte später vertrösten. Die Pflicht kann mich nicht in die Pflicht nehmen: Ich zelebriere die letzten Exzesse bevor ich zur Vernunft kommen müsste.

An einem anderen Ort: Bagger zermalmen meine Kindheit. Ein starkes Bild, das nicht nur Bild ist. Was bleibt ist eine leere Wohnung und ein kleiner Kaktus.

Ich werde den letzten Exzess zelebrieren und wenn die Vernunft mich ruft, dann schicke ich sie dahin wo die Pflicht sich befindet: Hinter die Bühne. Denn zuerst beginnt der Tragödie zweiter Teil. Ich rufe auf, Exzess um Exzess zügellos zu zelebrieren und das Erwachsensein auf später zu verschieben!

Zeitgleich zersplittern die Grenzen meiner Kindheit, fremde Menschen zertreten meine Puppen und die Lieder die ich sang. Nur der Kaktus steht gelassen da. Ich danke dir, Kaktus, ich danke dir, dass du überdauerst.

Morgen ist ein großer Tag für mich. Einer der Tage, auf die ich warte, seit ich denken kann. Mein 18ter Geburtstag.

Don Rosa.

Auch wenn politisch gesehn momentan ziemlich viel Kacke am Dampfen ist: Nicht alles ist schlecht.
Heute war sogar ein ganz großartiger Tag für mich, denn Don Rosa, ein von mir absolut verehrter Comic-Künstler war in meiner absolut verehrten Lieblingskneipe. Und eigentlich intressiert das keinen Menschen, aber das macht nichts, weil mich intressierts und mich bewegt das. Und dieses großartige Bild da oben hat er für mich gemalt. Uncle Scrooge mit seiner Number One! Yeah! Mit Herzchen und allem. Ich bin hin und weg! :)
Der hat sich extra ganz viel Zeit genommen, um sich mit allen Leuten zu unterhalten und so.

Und hey, wisst ihr, was ich noch gar nicht wusste? Die europäischen Übersetzungen von den Donald Duck-Comics haben mindestens einen gigantischen Fehler: Onkel Dagobert hamstert in seinem Geldspeicher im Original nämlich gar keine goldenen Taler – nein! Im Original sind das nur Nickel. Das symbolisiert nämlich viel besser den Geiz von ihm und ist voll lustig und so. Mein Weltbild hat sich grundlegend geändert, muss ich sagen. Ab jetzt nur noch Comics im Original!

Do you want to go to the seaside?



(Photgraphiert von fireball Joël)

Die geneigte Leserschaft wird sich schon beim vorhergehenden Eintrag gefragt haben, ob die KleineGoettin etwa den besten Ort auf der ganzen Welt besucht hat: Das Meer.
Und ja: Hat se! Endlich mal wieder! Und diesmal sogar den Atlantik (wobei fireball Joël ihr ja erklärte, dass sie schon ziemlich oft am Atlantik war, weil Nord- und Ostsee da ja auch irgendwie dranhängen) in Belgien und das war alles sehr erfreulich.
Davor war sie noch n halben Tag in Luxemburg, das war natürlich auch sehr aufregend und so siehts da aus:

(Bild is auch vom fireball Joël!)

Am Meer war’s toll, die KleineGoettin hat sich trotz Windstärke 12 (oder so) wagemutig in die Fluten gestürzt. Und ganz unglaublich viel Pizza gegessen. Und alles andere steht eigentlich hier. Ende der Geschichte :)

(Wobei: Nur Ende dieser Geschichte! Schon morgen gehts‘ noch einmal in die weite Welt hinaus, diesmal nach Erfurt, zur Polyfantasiawoche. Auch davon gibt’s dann hoffentlich spannendes zu berichten!)

Sandsturm.

Meine Haut schmeckt nicht mehr nach Salz.
Der Regen hat die dicke Kruste fortgespült, hat Schlamm und Sand mit sich gerissen und nur der Nachhall dieser Umarmung bleibt. I miss you already.

Das Meer ist mein Verbündeter; meine Komplizin. Und wenn ich mich flehend, bebend auf die Knie werfe und Schlick und Wassermassen meine Beine umspülen, so werde ich wissen, was ich mir einst von der stürmischen See versprach. Maybe the summer will come and clear our minds. Das Meer nicht!, rufe ich, das Meer nicht! Das Meer ist genauso dazed and confused wie ich es bin, wenn ich das dunkle Wasser erblicke.

Aber ich wollte nicht vom Sturm schreiben; nicht von äußeren Metaphern für innere Bilder; nicht von all dem Sand. Ich wollte von der Ausgelassenheit berichten, vom Losgelöstsein und vom Glück in die Wellen zu springen. Aber in Wirklichkeit ist das Meer zu groß und ich zu müde, als dass ich noch irgendetwas sagen könnte. Nur, dass meine Haut nicht mehr nach Salz schmeckt.

end times.

(Bild hat der Diego gemacht; zu dem gibt’s aber keinen Link)

Im Sommer verreist die Göttin. Das hat Tradition, das hat sie schon immer so gemacht. Und vorallem liebt sie das Reisen. Die vergangene Woche hat sie nach Kassel geführt, wo sie einen Freund besuchte und neue tolle Leute (und Katzen) kennenlernte. Die meiste Zeit saß sie herum und hörte wunderbare Musik. Sie hat jetzt ne ganze Liste mit supertoller neuer Musik, aber gerade eine Band möchte sie euch unbedingt an’s Herz legen: Eels heißen die und sind großartig. Zum rumsitzen und zum wegträumen; morgens und abends. Yeah. Große Liebe und so, nä?

Ansonsten hat die KleineGoettin diesen Sommer auch schon viel über das Leben und so nachgedacht und hofft, diese Gedanken bald mit euch teilen zu können. Aber jetzt ist sie erst einmal in sehnsuchtsvoller Erwartungshaltung, was als nächstes passieren wird. Kassel war klasse (haha, Wortspiel!!!) und der restliche Sommer soll das ja auch noch werden.

mal wieder vom sommer/ zum Duschen brauch ich kein Warmwasser mehr.

Ich liebe die Hitze.

Die Hitze lässt mich nicht mehr klar denken; sie raubt mir den Schlaf. Ich werde ihn nicht nachholen können. Zu wichtig ist mir das Leben.
In vier Wochen werde ich frei sein. Eine bedingte Freiheit, natürlich; eine zeitlich begrenzte. Aber dann zumindest werde ich mir einbilden können, dass nichts mich aufhalten wird.
Noch immer weiß ich die Wege nicht, die ich diesen Sommer gehen werde. Noch immer kann ich mir nicht vorstellen, mit wem ich die Zeit teilen werde. Aber das macht nichts.

Voriges Jahr schrieb ich – schrieb und wusste ich – dass ich mich mitten in einem unvergesslichen Sommer befände. „Nein, ich denke, ich werde mich an ein buntes Chaos erinnern und an Wünsche und vielleicht an zu wenig Schlaf aber vielleicht auch nicht. Zumindest an Musik werde ich mich erinnern und an wahrgemachte Träume, an Freundschaft und daran, dass es warm war.“, schrieb ich und meine Prophezeiung sollte wahr werden. Während diesem Winter, an den so viele nicht einmal mehr zu denken wagen, fragte ich mich oft, ob es überhaupt jemals einen Sommer geben wird, der an den letzten herankommt.
Ich glaube, es gibt ihn.

Hier, heute, jetzt.

Ich liebe die Hitze auch wenn sie mich durcheinander bringt. Ich denke wirr wie immer, doch noch ein bisschen mehr Schwermut tränkt mein Herz. Wunderer Schwermut, der mich erkennen lässt, dass wir alle bald fliegen werden. Auch das ist so ein Gedanke, an den ich mich noch gewöhnen muss.

Some skies are better than others.

Zur Zeit ist der Himmel wahrscheinlich überall super.
Am Wochenende war ich in Wien und weil ich doch immer blogge, wenn ich irgendwo war, wo ich sonst nicht bin, dachte ich mir, dass ich auch darüber bloggen sollte. Der Himmel war ziemlich gut, ich holte mir tragischerweise nen Sonnenbrand. Aber im Grunde genommen macht das nichts, denn DANN WERD ICH BRAUN!!! Hautkrebs ftw.
Ähm. Und außerdem war da natürlich Donauinselfest. Wikipedia sagt, dass das das (dass das das :D ) größte Freiluftevent Europas sei. Also so von der Anzahl der Leute, die da kommen. Zwar konnte man sich in der Menschenmenge prakitsch nicht bewegen und deswegen hab ich relativ wenige Bands gesehn; außerdem war das eine ziemlich kommerzielle Veranstaltung, allerdings war es trotzdem ziemlich super mal wieder Festivalluft zu atmen und nicht arbeiten zu müssen. Und so. Das war ja mein Bestreben.

Okay, das ist ein merkwürdi ger Eintrag, aber immerhin habe ich so auch diese Reise dokumentiert.
Morgen oder so schreib ich was über Fußball und so.

(diesen sommer) zu erledigen:

„Ich sagte es Ihnen schon,
ich sah aufs Meer,
ich war in den Felsen versteckt
und sah aufs Meer.“


J.M.G. Le Clézio, Lullaby

Heute ist der astronomische Frühlingsbeginn. Was könnte es also für einen besseren Anlass geben als diesen, um meine obligatorische What-To-Do-This-Summer-Liste zu erstellen? Keinen, natürlich ;)
Also voilà, hier ist sie! :)

-Den letzten Sommer als unmündige Bürgerin voll und ganz ausnutzen!!
-Führerscheinprüfung machen & bestehen
-Meer sehn!
-Einen super Ferienjob haben
-Die Vorbereitungsklasse für die Kursstufe mit Bravour bestehen (oder halt irgendwie, auf jeden Fall ma)
-So lange tanzen, bis ich vor Erschöpfung zusammenbreche
-Auf der Schloßmauer Falafeln essen
-Teil an einem ungeheuer effektiven Bildungstreikaktionstag haben & vorallem: Mitbekommen, wie sich wirklich was ändert, im Bildungssystem!
-Trotz allem ein klasse Ract!-Festival erleben
-Vom 10 Meter Brett springen!
-Paris, Istanbul, Hamburg und/oder Lissabon besuchen
-Frühmorgens aufstehen und mit dem Zug irgendwohin fahren, einen Becher Kaffee in der Hand (natürlich!)
-Radiocamp, Mann! (--> auf dem wir klasse Beiträge für die BUKO-Liveübertragung erstellen werden!)
-Endlich ein Buch schreiben
-Sex am Strand haben
-Eine großartige Welcome-Back-Party für Luna schmeißen
-Unbedingt wieder in einer Band spielen
-Eine tolle Theateraufführung hinlegen
-Sommerbobbahn fahren :)
-Nochmal Sziget? Auf jeden Fall soviele Open-Airs wie möglich!
-Lagerfeuerabende mit Gitarren & Freunden & so erleben
-Mal wieder frühmorgens Radio machen
-Überhaupt so viele gute Radiosendungen machen, wie’s nur irgendwie geht!
-Als Vorbereitung für Franz vierstündig zwei Wochen, oder so, im französischsprachigen Raum verbringen
-Eh soviel’s geht von der Welt sehn!
-Eins meiner Tattoos stechen lassen?
-Ein Roadmovie drehn
-Die Revolution starten

…und auf keinen Fall erwachsen werden!

Heute kann ich voller Innbrunst schreien: „Good morning stranger“; DENN ES WIRD FRÜHLING!

Was für ein schöner Unfall, dort hinten!
Mit quietschenden Reifen schlittert das Auto elegant eine Pirouette drehend langsam in das andere Auto hinein. Nur ein ganz dumpfer Knall bestätigt den Aufprall und kalte Morgenluft strömt in mein Gehirn. Zum ersten Mal seit Wochen ist am Himmel eine Ahnung von blau erkennbar. Laut drehe ich meine Musik auf und fühle mich verbunden mit dieser Welt, in der die Vögel ihre Lieder so wild und laut durcheinander schmettern, als wollten sie ihre Lungen mit Vorsatz demolieren.

Beinahe fahren mich die beiden Fahrradfahrer um, die mir fröhlich ein „Guten Morgen!“ in’s Gesicht schreien. Beinahe wäre ich mit voller Wucht in den Bach geknallt – selbst der Bach trägt heute mehr schmutziges Wasser als sonst. Es soll heute 17°C warm werden, doch noch sind die Autoscheiben eisbedeckt. Glücklich gehe ich an in das Eis eingeritzten Penissen vorbei, bis ich eine Autoscheibe findem auf der sich noch niemand künstlerisch verausgabt hat. Mit wunderschönen, geschwungenen Buchstaben schreibe ich „good morning“ auf die Scheibe und nehme mir sogar noch die Zeit, das ‚good‘ zu unterstreichen und eine Sonne daneben zu malen. Wahrscheinlich sind die zehn Sekunden, die ich dafür brauche, genau die zehn Sekunden die ich gleich zu spät zum Unterricht kommen werde und wegen denen ich mir einen Eintrag im Klassenbuch holen werde.

Naja. Egal. Denn als ich das Wrack des Staubsaugers da so adrett im Laub vom letzten Herbst liegen sehe, wird mir ganz leicht, so als hätte jemand mein schmerzendes Rückenmark ausgetauscht. Und ich glaube zu wissen, dass diese Einschätzung nicht nur von der doppelten Portion Koffein heute morgen herrührt.

Long live the springtime!

Jetzt blogge ich, wie so oft, auf meine furchtbar uneffektive Weise. Erst kommt gar nichts, dann ganz viel. An dieser Stelle müsst ihr laut ‚Ketchupflasche!‘ schreien. Oder auch nicht. Es sei euch überlassen ;)
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Theoretisch bin ich für heute mit Chemie versöhnt. Meine Chemielehrerin hat mir nämlich einen Schokomuffin überreicht. Dennoch verbessere ich momentan lieber meine Internetpräsenz als meine Fähigkeiten chemische Reaktionen nachzuvollziehn. Außerdem hab ich heute schon ewig viel gelernt. Wusstet ihr, dass diese ganzen zwischenmolekularen Kräfte gar nicht soo schwer zu verstehen sind? Die Van-der-Waals-Kräfte zum Beispiel, die sind ganz cool, weil die sind eigentlich wie Magneten und entstehen durch Zufall. Und je größer so ein Molekül ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es Van-der-Walls-Kräfte gibt, denn ähm, ohmeingott, wie erklär ich das denn jetzt am besten? Also, wenn ihr fünf Erbsen habt, dann ist die Wahrscheinlichkeit ja nicht so hoch, dass eine von denen irgendwie mutiert ist. Aber wenn ihr fünfzigtausend Erbsen habt, dann ist die Wahrscheinlichkeit schon viel höher. So ist das mit den Van-der-Waals-Kräften halt auch. You see? :)
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Ochgottchen, jetzt langweil ich euch mit Chemie :D Wenn ihr das schlimm findet, dann schreit einfach auch ganz laut ‚Ketchupflasche!‘. Das wird alles besser machen.
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Spring is in town. Yeahyeahyeah :D Ich bin so glücklich heut, das glaubt mir keiner! :)
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Außerdem hatte ich heute eine Autobahnfahrt. Bei strahlendem Sonnenlicht. Irgendwie ist das super. Ich hab mich so ungeheuer groß & frei & das alles gefühlt. Dazu kam, dass ich eigentlich dachte, es sei eine normale Fahrstunde und dann haben wir auf einmal eine Sonderfahrt gemacht, das hat mich sehr erfreut!
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Ach. Ich hab am Wochenende „Strobo“ gelesen, von Airen, dem Blogger, ihr wisst schon. Naja. Und heute hab ich dann mit „Axolotl Roadkill“ angefangen. Na, ihr wisst schon. Das Buch um das es so einen riesen Skandal gab, weil viele Stellen aus „Strobo“ und anderen Quellen geklaut sind. Bis jetzt habe ich erst ein paar Kapitel gelesen, aber ich muss sagen, dass ich „Strobo“ besser fand. Kann an meinen ganzen Voruteilen liegen. Andererseits schmeißt Helene Hegemann in „Axolotl Roadkill“ die ganze Zeit mit kompliziert klingenden Fremdwörtern um sich. Ich mutmaße, dass sie das irgendwie auch macht, damit sie (trotz ihres Alters) für voll genommen wird. Ich mach das ja auch oft. Unbedingt fesselnd find ich das aber nicht. Wobei ich mir jetzt noch gar kein Urteil erlauben will und so, ich bin ja noch nicht sehr weit. „Strobo“ kann ich euch aber wärmstens ans Herz legen! Vielleicht denk ich deswegen heute auch so über die gute alte Jugend nach.
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Bald ist wieder Zeit für eine „(diesen sommer) zu erledigen„-to-do-liste! Hab ich festgestellt :)
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Morgen um 19 Uhr auf der Wüsten Welle; 96,6 mHZ in der Region Tübingen/ Reutlingen und im Livestream unter www.wueste-welle.de: Crazy Kitchen! Das Ract!-Festivalradio. Ich dachte, wenn ich schon am Wochenende die Klos bei uns im Radio putzen musste, aufgrund meiner neuen Zugehörigkeit bei dieser Redaktion kann ich auch gleich ein bisschen Werbung für machen! ;)
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Jetzt lern ich Chemie. Ohne Kompromisse.
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(Ich hab Bock auf Ketchup).