paralysée par la peur.

Angst davor, meine Meinung zu äußern, weil sie nicht wichtig, nicht richtig, nicht fundiert genug ist. Größere Angst, nichts zu sagen. Die Politik und die Nachrichten zu vergessen und mich auf mein kleines Leben zu konzentrieren und abzuwarten, bis Nazis und Rassist_innen einen Terroranschlag instrumentalisieren um noch mehr Menschen von ihren Positionen zu überzeugen. Abzuwarten, bis die Mutigen mutlos werden. Angst vor Religion, Angst vor Selbstgefälligkeit, Angst vor Macht, Angst vor Hass, Angst vor dem Abendland, Angst vor Ignoranz, Angst vor Intoleranz.
Angst wegen Anschlägen auf Zeitungsredaktionen, Moscheen und Dönerbuden.
Angst vor Menschen, die sagen: „Religionskritik ist nicht mehr möglich, ohne hingerichtet zu werden“.
Angst, den Falschen Angst zu machen.
Angst, den Richtigen keine Angst zu machen.

Keine Ahnung, ob ich Charlie bin. Wenn es das bei uns gäbe, dann würde ich schreiben: #illridewithyou. Weil es das bei uns nicht gibt, schreibe ich eben: #jesuischarlie. Auch wenn ich Angst habe, dass das nicht stimmt. Ich wünsche mir immer noch, dass Ihr einfach mal einseht, dass wir alle nur Menschen sind, die ihr Bestes geben.


1 Antwort auf „paralysée par la peur.“


  1. 1 me, myself and I 13. Januar 2015 um 15:03 Uhr

    genau meine Meinung!
    Allerdings Frage ich mich woher die Angst schürt?
    Vom multi-medialen Wahnsinn oder von der Angst selbst, welche sowohl a priori gegeben ist, als auch durch die Nähe zum Geschehen intensiviert wird.

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