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Ich verscheuche die Mücken für Dich, während Du schläfst. Pass auf Dich auf, damit auch Deine Alpträume Dich nicht beissen. Es dämmert und die Schatten der Nacht werden zu Umrissen von Autos, Palmen, Häusern. Du schläfst immer noch friedlich, als die Sonne aufgeht und die Vögel zu kreischen beginnen.
Die ganze Nacht über hat in der Ferne ein Hahn gekräht oder vielleicht war es auch eine Sirene. Das Meer ist nicht weit, immerhin und wir haben uns, das ist doch schon mal etwas. Am Morgen verfängt das Licht sich in Deinem Haar und ich warte darauf, dass Du aufwachst, damit ich Dir erzählen kann, wie Du im Schlaf aufgeschreckt bist und den Motor anlassen wolltest. Sogar die Handbremse hast Du gelöst. Zum Glück hatten wir den Schlüssel abgezogen, bevor wir uns zum Schlafen niedergelegt haben.
Dein Rasierer ist weg und Deine neue Hose. Mir fehlt besonders das rote Kleid, der Rucksack und die Regenjacke, auch wenn es nicht nach Regen ausschaut. Hartes Pflaster, denke ich und sage nichts, denn Du schläfst noch immer.