Archiv für November 2012

Nebelnacht.

Die Vögel auf dem Baukran erheben sich und sehen aus wie wie die taumelnden Blätter, die durch den Nebel fallen. Durch den Nebel; der Nebel, der alles ertränkt. Ich ersaufe darin, ersaufe in Herbst und in Belanglosigkeit. So viele Stunden geredet und keinen Eindruck geschunden. So viele Stunden zugehört und nichts gelernt. Die Uhr rennt immer schneller; schlägt immer heftiger. Ein Leben vergeudet: Die größtmögliche Tragödie.
Schiffe fahren durch den Nebel und rammen die Vögel, die ihre filigranen Flügel gen Himmel recken und zu Boden fallen. Totes Laub. Die Straßenkehrmaschine. Die Uhr.
Wie viel Zeit bleibt noch um zu erschaffen? Müssen wir nicht egoman sein, um zu überleben? Die Zeit zersplittert in unseren Köpfen und bricht über uns zusammen. Der Baukran zerstört.