Archiv für Dezember 2011

Let’s have a drink or maybe two/ 2011.

Das war letztes Jahr. Das von diesem Jahr hab ich mal wieder hier her. Holla, die Waldfee, ich hab viel zu tun, komm kaum mehr zum Bloggen und jetzt muss ich auch noch eine komplette Silvesterparty organisieren. Dafür hab ich ein tolles Kleid, eine tolle Playlist und vorallem: Die besten Freund_innen der Welt!
Gab’s bei euch spannende, bewegende Momente, dieses Jahr? Lagt ihr auf der faulen Haut oder habt ihr die Welt bewegt? Und was tut ihr, um den Jahreswechsel zu zelebrieren, falls ihr das tut?
Mein einziger guter Vorsatz (abgesehen von einem geheimen) ist es, im nächsten Jahr wieder ein wenig mehr Text auf diese Seite zu setzen und euch hoffentlich Lust zu machen, auch mal wieder öfters vorbei zu schauen!
Einen guten Rutsch und auf dass euer guter Vorsatz sei, hier mal mehr zu beizutragen!

Herzlichst,
eure Göttin

1. Zugenommen oder abgenommen?
Abgenommen, wie immer über Weihnachten! :)

2. Haare länger oder kürzer?
Länger. Ich hab jetzt Haare bis zum Arsch (also, fast).

3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Kurzsichtiger! An die Zukunft mag ich gar nicht denken. Leider muss ich es aber, also auch ein bisschen weitsichtiger.

4. Mehr Kohle oder weniger?

Ha! Ich gehöre nun zu Menschen die arbeiten! Deswegen mehr. Gefühlt aber leider gleich wenig :/

5. Mehr ausgegeben oder weniger?
Oh. Siehe Punkt 4. Da ich glücklicherweise zu jenen Menschen die arbeiten gehöre, die noch nicht mit der Schule fertig sind und deswegen hauptsächlich zuhause wohnen, kann ich mein Geld verprassen, wie ich mag! (Geiz ist geil ist ja so gar nicht mein Lebensstyle!)

6. Mehr bewegt oder weniger?
Politisch: Weniger, leider, auf Grund von akutem Stress durch bevorstehendes Abi. Mich selber: Keine Ahnung.

7. Der hirnrissigste Plan?

Eine Silvesterparty zu veranstalten. Ha ha.

8. Die gefährlichste Unternehmung?
In Moskau mitten in der Nacht, nach dem wir uns aus der Jugendherberge ausgeschlossen hatten, wildfremde Leute um Hilfe zu bitten. So gefährlich war das nicht, uns kam es aber so vor.

9. Der beste Sex?
Andauernd.

10. Die teuerste Anschaffung?
Der Freund.

11. Das leckerste Essen?
Sahnsesaucengemüseauflaufkram. Das war supermegalecker und glaub das beste, was wir dieses Jahr gekocht haben!

12. Das beeindruckendste Buch?
„Der Tod des Bunny Monroe“ von Nick Cave war großartig, aber das fällt mir nur grad ein, weil es hier rumliegt. Ich hab so wahnsinnig viele gute Bücher gelesen, dieses Jahr, endlich mal wieder! Gestern habe ich mit Rosa Luxemburg’s Liebesbriefen angefangen, die sind auch sehr spannend. Und zu Weihnachten hab ich mehrere Comicbände bekommen, einerseits „The Last Man On Earth“ und andererseits „Habibi“, in die hab ich zwar erst reingeschnuppert, möchte aber sofort loslegen, mit lesen und Bilder betrachten. Ah, und natürlich „Tag der geschlossenen Tür“ von Rocko Schamoni, weil ich Rocko Schamoni’s Bücher liebe. Aber wie gesagt, viel zu viele gute Bücher, dieses Jahr.

13. Der ergreifendste Film?
Klingt peinlich, ist es vielleicht auch, aber ich fand „Fenster zum Sommer“ ziemlich toll.

14. Die beste CD?
Ohje, ich weiß gar nicht, was ich dieses Jahr neu entdeckt hab. Witthüser und Westrupp kenn ich zwar wahrscheinlich schon länger, hab aber erst in diesem Jahr angefangen, die wirklich gut zu finden. Also „Bauer Plath“.

15. Das schönste Konzert?
Peter Licht im Sudhaus in Tübingen! Das war wirklich das, was ich „schön“ nennen würde.

16. Die meiste Zeit verbracht mit …?

Stress. Gefühlt mir Schulkram, in Wahrheit wohl eher mit knutschen und Serien schauen.

17. Die schönste Zeit verbracht mit …?
Reisen. Moskau, Marseille, Hamburg. Ein paar Träume wurden dieses Jahr wahr. Und generell alle Reisen, die ich dieses Jahr machte waren spannend und toll.

18. Vorherrschendes Gefühl 2011?
Stress, leider.

19. 2011 zum ersten Mal getan?
Mit dem Flugzeug geflogen, mit dem Auto und ohne „Erwachsene“ in den Urlaub gefahren, ein Gewürzregal gebaut, mich auf’s Abi vorbereitet, einen richtigen Job gehabt, mit geldverdienen und so.

20. 2011 nach langer Zeit wieder getan?
Eine Beziehung geführt.

21. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?

Leistungsdruck, blöde Anmachen und die Welt, die zugrunde geht.

22. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass wir unser Leben geniessen müssen, weil wir ja nur einmal leben.

23. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Gewürzregal. Und der Segelgutschein und ein Kalender. Und eine Geschichte, die immer noch weitergeht. Ach, ich weiß nicht, solltet ihr das Glück haben, von mir beschenkt zu werden, dann werdet ihr merken, dass ich versuche oft schöne Sachen zu verschenken.

24. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Das ist wirklich schwer. Ich hab Unmengen tolle Geschenke bekommen, dieses Jahr. Selbstgetischlertes Schminkkästchen, Peter Licht-Konzertkarten, ein Kamerastativ, Tanzgutschein, selbstgestricktes Halswärmekuscheldings, Kochgruppenoutfit aber auch ein Raclette-Set und mein superduper neuer iPod, ohne den ich jetzt schon nicht mehr leben könnte. Wirklich schwer.

25. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Okay, dann fahren wir eben noch mal zurück, damit du dich vom Meer verabschieden kannst.“

26. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

„Scheiße, verdammt, natürlich liebe ich dich!“

27. 2011 war mit einem Wort …?
viel.

28. Noch Fragen?
Habt ihr noch welche?

Ethikklausur, Pluspunktaufgabe.

Hallo, weil heute Weihnachten ist oder eigentlich weil ich früh aufgestanden bin und deswegen viel Kram machen kann, schenke ich euch heute eine tolle Geschichte über Gott. Das ist doch passend, denn Gott und Jesus waren ja schon immer gute Kumpels und um Jesus geht’s ja bei Weihnachten. Außerdem bin ich ja sowieso ’ne Göttin und hab mit denen viel zu tun und zusätzlich ist das aus einer Ethikklausur von mir, da schreibt man halt Kram über Gott.
So, frohe Weihnachten oder happy Chanukka oder merry heidnisches Götterfest oder einen tollen Tag euch!

P.S. Eines Tages werde ich wieder mehr bloggen! Promise und so. Und dann auch mehr lustige Sachen, so wie heute.

P.P.S. Die „göttlichen Delfine“ am Ende der Kurzgeschichte sind eie Anspielung auf einen anderen Aufgabenteil der Ethikklausur, in welchem ich den onthologischen Gottesbeweis in eigenen Worten wiedergeben sollte und dann irgendwie ein Beispiel mit göttlichen Delfinen angeführt hab.

P.P.P.S. Ich will euch doch nur aufhalten, mit der Geschichte anzufangen!

1. Teil:
„Ich komme bald wieder… hoffe ich!“, sagte Gott, als er aus der Vorstellung der Menschen zu verschwinden drohte. Als bloße Idee zu existieren, war für ihn nicht immer leicht gewesen. Er hatte schon einige Krisen durchgestanden, aber so schlimm, wie es seit dem Aufkommen der Evolutionstheorie war, war es vorher nie gewesen. Es hatte immer Menschen gegeben, die an ihn geglaubt hatten, die ihn, die Idee, am Leben erhalten hatten. Gott hatte viele Gesichter gehabt: Er war gütig und zornig, war eine Frau und ein Vater, er war einer und viele. Aber immer hatte er von sich Reden gemacht, war immer eine der populärsten Ideen überhaupt gewesen, hatte auch nie den Anschein erweckt, dass er verschwinden würde. Und jetzt? Jetzt wurde Gott immer durchsichtiger, drohte sich an den Rändern aufzulösen und hatte längst nicht mehr den Charme, den er einst gehabt hatte. „Ich verschwinde! Haltet mit doch fest!“, rief er denen zu, die ihn umgaben. Leider waren auch sie nur mehr Schatten ihrer selbst, ihre glorreichsten Zeiten waren längst verstrichen: Das Christkind, das versuchte nach ihm zu grabschen, musste feststellen, dass es nichts war als heiße Luft und Petrus, der herbeigeeilt kam, hatte Mühe nicht den Himmel unter den Füßen zu verlieren. Gott blieb nichts anderes übrig, als auf eine große irdische Katastrophe oder einen republikanischen US-Präsidenten zu hoffen, um ein Comeback in die Köpfe der Menschen zu schaffen. Er setzte sich auf eine Wolke und wartete ab.

2. Teil:

Descartes sah, wie Gott traurig auf einer Wolke saß und immer durchsichtiger wurde. Er selbst war keine Idee, war nie eine gewesen, er hatte existiert und musste sich nicht sorgen, dass er sich auflösen könnte. Dennoch konnte er verstehen, wie betrübend es sein musste, als ehemals mächtigste Idee immer mehr an Bedeutung zu verlieren. „He, alles klar bei dir?“, rief er, denn er wollte den verschwindenden Gott trösten. „Hm, manchmal frage ich mich, ob es mich gibt“, seufzte Gott trübsinnig. Da lächelte Descartes: „Aber du denkst doch, also bist du!“, rief er aus. „Das ist es ja“, sagte Gott, „Die Menschen denken nur, dass ich denke. Das ist ihre Idee von mir. Gerade jetzt stellt eine Schülerin sich vor, dass ich mich frage, ob es mich gibt, das ist nur ihre Idee von mir und noch dazu eine jämmerlich paradoxe Idee. Nicht mehr lang, und der dort tritt an meine Stelle!“ Gott zeigte mit einer verächtlichen Geste auf ein fliegendes Spagettimonster, das in einer anderen Ecke des Himmels herumschwirrte. Descartes musste schmunzeln: „Ja, oder diese göttlichen Delfine dort hinten.“. Dann aber schmunzelte er nicht mehr, als er mit ansehen musste, wie Gott zu Schall und Wahn verpuffte.