Und die Leute in unsren Köpfen riefen: „Ihr kriegt uns hier nicht raus.“

Und du gehst, du gehst
in die Nacht
in deinen Augen
der Mond, der Mond

Peter Licht – Wir werden siegen

Wieder wanke ich durch Nächte, wieder verschlafe ich den Tag und es ist heiß geworden. Mein Leben in Dauerschleife.
Ich mache mir Sorgen, ich feiere, ich mache mir Vorwürfe, ich küsse. Einige Momente berühren mich und wenn die Hitze mich einschließt wie ein gutmütiges Tier, dann vergesse ich beinahe dass ich manchmal friere. Die Luft riecht auch in der Nacht verheißungsvoll, mein Herz steigt empor wenn ich an Meereswind denke. Aber das Meer erscheint so weit entfernt.


Wellen, die gegen die steile Meeresbrandung schlagen. Salzwasser und der Himmel überall. Willkommen am Ende der Welt. Willkommen am Ende von Müssen und Sollen.

Ich kann keine Lieder mehr über Einsamkeit singen. Manchmal fallen mir noch Worte der Sehnsucht ein. Aber die große weite Welt muss noch ein bisschen auf mich warten und Du; Du fehlst mir auch. Vielleicht bist Du jetzt Synonym für ein Leben, das ich nicht gelebt habe und gegen das ich mich entschieden habe, für den Moment. Aber möglicherweise werden wir uns wieder begegnen, wahrscheinlich nicht berühren und eventuell bricht mir das das Herz. Ich bin oft glücklich in diesen Tagen, aber das Glück ist von einer Art wie es aus Wehmut entstanden sein könnte. Die Hitze hat mich etwas wirr im Kopf gemacht, aber jetzt ist sie aus meinem Körper gewichen.

Doch heute, heute bin ich aufgewacht und habe gemerkt, dass ich nicht in den Armen einer Marmorstatue lag; es war ein Mensch der mich umarmte.