Du hörst nur das Meer in deinem Kopf.

Und auf einmal liest du irgendwo das Wort „Meer“ und um dich wird es still. Du kannst dich nicht mehr konzentrieren, egal wie wichtig die Aufgabe ist, die du hattest; du kannst keinen klaren Gedanken mehr fassen.

Gestern, da war ich am Meer. In meinem Kopf. Da war die Welt unwirklich, der Himmel war viel zu blau und es hat so sehr gewindet, wie es im Süden eigentlich gar nicht sein kann. Ich habe gemerkt, dass ich auf der Welt laufe, habe vorsichtig einen Fuß vor den anderen gesetzt; da, so mitten auf der Welt. Und in meinem Kopf waren die Dünen und in meinem Kopf war das Salz. Ich war mir so sicher, dass ich jetzt angekommen bin; endlich wieder am Nabel der Welt, an dem einzigen Ort an dem ich Rastlose zur Ruhe komme.
Ich wär gern mit dir am Meer gewesen, vielleicht beide schweigend in unsere eigenen Gedanken vertieft aber so, dass wir die Nähe des Anderen noch irgendwie spüren können. Du magst das Meer auch, das finde ich gut.
Und als ich da so in die Ferne blickte, hab ich mich gewundert wie es sein konnte, dass meine Kindheit stattfinden konnte, ohne dass ich sie am Meer verbracht hab.
Gestern da war ich am Meer in meinem Kopf und hab mich über die Welt gewundert, die so anders geworden ist.


1 Antwort auf „Du hörst nur das Meer in deinem Kopf.“


  1. 1 Farin Urlaub 09. März 2011 um 16:28 Uhr

    In meinem Traum steh‘ ich am Meer
    Mit dem Gefühl als ob es nie zuende währ‘
    Das Meer ist tief, das Meer ist groß
    Und der Himmel ist für immer wolkenlos

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