Archiv für Februar 2011

I feel the need to lay down beside you.



„Es ist gut, dass du wieder da bist.“ „Aber du warst doch weg.“

Mit dir kam der Winter.
Schneeflockenträume und wilde Strudel in Kabatassen. Deine Arme haben mich immer gewärmt, wenn die Luft drohte zu kalt zu werden. Dein Herz hat angefangen in der Nacht an meinem Rücken zu schlagen. Ein paar kleine Träume hast du wahr gemacht. Häufig hast du mich ganz furchtbar zum Lachen gebracht. In diesem Winter habe ich nicht vor Kälte gezittert sondern vor Vorfreude auf dich. Mit dir erschien mir der Winter nie auswegslos.

Dann hast du den Schnee zum Schmelzen gebracht. Die Sonne brach durch die Wolken und dein Gesicht war es, auf dem ich ihre ersten Strahlen bewundern konnte. Wir saßen nachts mitten auf der Straße und haben mit imaginären Karten gespielt. Es war eigentlich noch viel zu kalt, aber wir haben schon lange bevor es richtig Frühling war den Sommer zelebriert, Musik hörend auf einer Decke im Park. Mit dir war Frühling als der Himmel sein erstes Blau trug.

Ich genieße die Zeit mit dir, ich freue mich auf den Sommer.

Heart shaped box.

Da war nur die Unfähigkeit sich zu verlieben. Träume von Liebe, klar. Und die Vorstellung, wie es wäre wenn… Ihr wisst schon. Aber tatsächlich kam Beziehung um Beziehung und keine hat dich berührt. Du hast dich nicht berühren lassen.
Da war auch die Unfähigkeit der Anderen dich zu lieben. War das deine Schuld oder deren? Konnte man in einem solchen Fall Schuldzuweisungen machen? Nie hat dich jemand so angesehen, als hätte er die Erleuchtung gefunden, nie hast du jemanden wirklich glücklich gemacht. Manchmal habt ihr euch verfehlt, manchmal habt ihr aneinander vorbei geliebt. Das hatte gereicht für den Moment. Immer hat alles gereicht. Wer hatte schon Ansprüche? Und zur Not konntet ihr euch alle immer gut verstellen.
Und dann bist du aufgewacht. Natürlich klingt das wie in einem Märchen aber neue Lebensabschnitte beginnen doch immer damit, dass irgendjemand aufwacht, oder? Du bist aufgewacht und dir fiel auf, dass du dich nicht mehr verstellen musstest. Du hast dich gefunden, sozusagen. Was du da sahst war zwar nicht besonders glorreich aber du warst zufrieden damit. Immerhin etwas und würde irgendjemand ein Buch darüber schreiben, dann würde es sich vielleicht immerhin annähernd so spannend lesen wie Kurt Cobains Biographie. Du gabst dir auch wirklich Mühe. Wenn du mit einem Kater aufgewacht bist und kotzen musstest, dann hast du erst einmal eine geraucht – damit du auch wirklich kotzt. Der Kerl hat dir die Haare zurückgehalten und dir ins Ohr geflüstert, dass du schön aussiehst. Und das wars dann. Das hat dir den Rest gegeben. Du wusstest, dass du in diesem Moment hinwegschmelzen müsstest oder sowas aber du warst ganz gelassen und dir wurde klar, dass die Unfähigkeit zu lieben wohl deine Bestimmung war. Du musstest dich nicht mehr verstellen, denn eigentlich war das ja ganz gut so. Du hast nie geliebt und das war okay, denn das war dein Leben.

Falling asleep with your arms around me.

Ich muss im Dunkeln lächeln, als deine Wange meine Stirn berührt. Dein Atem beruhigt sich und ich höre die beim Einschlafen zu. Gut, dass du hier bei mir bist, gut dass dein Bart an meiner Stirn kratzt. Und alles was ich brauche heut Nacht ist eigentlich nicht viel. Nur einen Platz von dem aus ich deinen Schlaf beobachten kann, das ist eigentlich nicht viel.

Ich fühl mich wohl mit dir; ich kann ehrlich zu dir sein. Dein Brustkorb hebt und senkt sich und wenn du schlecht träumst, dann streiche ich dir zerstreut durch dein Haar. Du hast schönes Haar. Du zuckst dann immer ein bisschen, wenn du schlecht träumst, und ich hab Angst, dass du mich irgendwann noch erschlägst. Ich finde, du solltest nicht schlecht träumen. Gute Menschen haben es verdient gut zu träumen. Und du bist gut. Du bist so gut und es ist schön, dass ich jetzt neben dir liege. Unwichtig, was noch passieren wird – unwichtig, was früher schon passiert ist. Egal neben wem ich schon aufgewacht bin, egal neben wem du noch aufwachen wirst; jetzt liege ich in deinen Armen und höre deinen Atem. Was kann es Schöneres geben? Meine Welt aufgehoben.

Du weißt vielleicht nicht, wie adrett geschwungen die Linien deiner geschlossenen Augen sind. Ich könnte dir so viel über deine Vorzüge erzählen; flüsternd könnte ich die ganze Nacht davon sprechen, was ich so sehr an dir schätze.
Ich verbringe gerne Zeit mit dir, schlafe gerne neben dir ein und kann meine Finger nicht von dir lassen. Ich mag es, nachts aufzuwachen und dich im Halbschlaf in den unmöglichsten Positionen mit mir verkuddelt vorzufinden. Ich mag so viel an dir.
Langsam überkommt mich die Müdigkeit und ich merke, wie ich einschlafe. Meine Gedanken driften ab und auch mein Atem wird ruhig. Und nur kurz denke ich in einem luziden Moment, dass ich gerade ziemlich glücklich bin.