Archiv für Dezember 2010

Oh, the days go by so fast/ 2010.

Hierher hab ich das. Eigentlich ist das gelogen, weil ich hab das schon vor dem ausgefüllt und nur noch nich veröffentlicht, weil es noch nicht an der Zeit war. Jetzt ist es an der Zeit. Ein bisschen überarbeitet hab ich’s noch und ganz geschwind und klammheimlich die „2009″ in „2010″ umgewandelt. Denn in Wahrheit hab ich das natürlich hierher.

1. Zugenommen oder abgenommen?
Abgenommen :) Und das ohne mein aktives Zutun, irgendwie!
2. Haare länger oder kürzer?
Länger. Bald werd ich wohl wirklich so aussehn, wie es von einer Frau erwartet wird.
3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Dank Karotten hab ich natürlich Adleraugen. Schon immer gehabt und das änderte sich auch dieses Jahr nicht.
4. Mehr Kohle oder weniger?
Keine Kohle. Also gleichgeblieben.
5. Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr, nehm ich mal an. Ich bin jetzt aber auch erwachsen und muss deswegen Unmengen Kaffee trinken, mit vielen Büchern unter‘m Arm rumlaufen und dauernd weggehn und so.
6. Mehr bewegt oder weniger?
Ich habe mich mehr bewegt und ich habe mehr bewegt. Yaii.
7. Der hirnrissigste Plan?
„Eigentlich will ich mich nicht mehr verlieben.“
8. Die gefährlichste Unternehmung?
Da fallen mir einzwei Sachen ein, die ich aber nicht der Öffentlichkeit mitteilen mag.
9. Der beste Sex?
Guter Sex kriegt bei mir immer gute Namen, also: Die erste Nacht des Sommers, Sunday, SiesGUTEschlampe.
10. Die teuerste Anschaffung?
Nen Armkettchen für ne Freundin. Quatsch, mein Roller natürlich!
11. Das leckerste Essen?

Pfannekuchen und Zwiebelkuchen. Und der super Rührei-BBQ-Sauce-Käse-Frischkäse-Kartoffelsalat-Burger. Und Schokolade. Und Wok und selbergemachtes thailändisches Zeugs und so.
12. Das beeindruckendste Buch?
Richtig beeindruckend finde ich ja den Pinocchio-Comicband, den ich zum Geburtstag erhielt. Auch wenn das kein richtiges Buch ist. Aber über Bücher könnt ich schon wieder viel zu viel schreiben, jetzt.
13. Der ergreifendste Film?
Maybe Bangladesh.
14. Die beste CD?
Eels – End Times. Und der Livemitschnitt des Heather Nova-Konzertes in Tübingen.
Keine CD sondern Vinyl: Die Kommando Horst-Hrubesch-Hymne von den Movements „Come On Kommando“
15. Das schönste Konzert?
Das Los Franco-Neros-Konzert vorletzte Woche beim Schellinghausfest. Und Heather Nova im Sudhaus, auch wenn ich ohnmächtig wurde. Und Irié Revoltes im Franz.K. Und noch einige andere, aber ich weiß nicht genau, welche in diesem Jahr waren.
16. Die meiste Zeit verbracht mit …?
…feiern. Und schlafen. Und kochen.
17. Die schönste Zeit verbracht mit …?
…einigen großartigen Menschen. Und beim Reisen.
18. Vorherrschendes Gefühl 2010?
Glück. Und irgendwie Tollpatschigkeit.
19. 2010 zum ersten Mal getan?
Dinge ab 18 legal gekauft. Clubs ab 18 legal besucht. Ohne Begleitung Auto gefahren. Belgien, Luxemburg, Kassel und Erfurt gesehen.
20. 2010 nach langer Zeit wieder getan?
Mich verliebt.
21. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Polizeieinsätze, Eifersucht von Anderen und Leistungsdruck.
22. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Ich.
23. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Der Geburtstagsjingle + Outtakes.
24. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Mein Geburtstagsfilm. Und dass es Euch alle gibt, Leute! :)
25. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„…und morgen kommt sie aus Palästina zurück!“
26. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Ich sage keine schönen Sätze. Ich rede nur wirren Kram.
27. 2010 war mit einem Wort …?
Gediegen. Äh. Nee. Eher: Großartig!
28. Noch Fragen?
Nö.

Dass wir heut Nacht unsterblich sind.

Eigentlich kann ich mir den Morgen über der Stadt nicht schöner vorstellen, als hier auf deinem Balkon. Eigentlich reicht es mir, dich zu küssen.
Ich denke, ich denke zu viel. Ich sollte mich einfach hingeben und geschehen lassen, was geschieht. Keine Prinzipien mehr, keine Ratio. Amour fou. Ich denke, ich sollte das machen wonach ich mich sehne statt mich von Grundsätzen leiten zu lassen, die aus einer Zeit stammen in der ich noch klar denken konnte. Ich denke, ich sollte das Denken aufgeben.

Ich wage kaum, meine Hand nach dir auszustrecken – zu sehr bewundere ich deine Schönheit. Wie du strahlst, wie du glänzt. Wie wunderbar leicht alles mit dir ist.
Ich glaube immer fallen zu müssen, wenn ich dich neben mir spüre. Ich denke dann immer, dass ich der Realität entgleite.

Zuerst habe ich dich voller Wut geliebt. Mittlerweile akzeptiere ich; lasse probeweise die Zügel los. Lose yourself. Ich hoffe, du weißt wie sehr ich die Zeit mit dir genieße. Denn ich habe noch immer Angst. Ich habe Angst, zu schlittern, auszurutschen und nie mehr auf den richtigen Weg zurückgelangen zu können. Jahrtausende werde ich dann in dem Gletscher verweilen, ohne dass irgendwer sich auf die Suche nach mir begibt. Ich habe Angst zu verletzen, zu zerschneiden und zu zerhäkseln. Vor Euch, die Ihr auch Du seid, werde ich mich selbst mit einem pathetischen Stich in’s Herz hinrichten und ihr werdet meinen ausblutenden Körper einfach vergessen müssen.
Aber die Angst wird weniger; die Angst und die Skrupel. Denn eigentlich weiß ich was ich will.
Eigentlich reicht es mir, dich zu küssen.

Nutshell.

In Anlehnung hieran oder als Fortsetzung.

Manchmal saßen wir auch in seinem Zimmer über der Stadt, Mo und ich. Vorallem im Winter war das. Wir saßen dann auf dem Sofa am Fenster, schwiegen und rauchten. Mos Hand war warm an meiner Wange und wenn er Rauch in’s Auge bekam, dann blinzelte er immer ganz fürchterlich. Wir lehnten aneinander und schauten nur der Stadt zu, wie sie atmete. Wir waren nie Teil von ihr, ließen sie für einige Zeit allein um wieder zu uns zu finden. Mo war mein Ruhepol zu dieser Zeit und ich wusste, dass wir überleben würden, wenn er mir fahrig über mein Haar strich.
Wir waren Kumpanen, Mo und ich, an unseren Nachmittagen und über alles legte sich dann ein weiches Licht, das die Welt irgendwie besser machte.

Die Türe knallt und Mos Mutter schreit seinen Bruder an. Sie sollte sich freuen, er ist erst seit einigen Tagen wieder da aber stattdessen ist sie noch angespannter. Mo hat gesagt, wenn sie in der Klinik zu Besuch waren, dann kamen seine Mutter und sein Bruder miteinander aus. Aber seit er zurück ist, schreien die beiden sich wieder nur noch an. Mo rollt nur mit den Augen, aber ich weiß wie sehr er seinen kleinen Bruder liebt. Würde es hart auf hart kommen, würde er ihn mit allem beschützen.

Dass wir aus schwierigen Verhältnissen kamen, stimmte nicht. Es gab Leute, die das behauptet hätten aber wir empfanden das nicht so. Die Welt kam aus schwierigen Verhältnissen.
Wir konnten uns beruhigen, wenn wir beieinander waren, Mo und ich. Er nahm mich in den Arm, an manchen Tagen, wenn vor seinem Fenster die Welt tobte. Sie konnte uns dann nichts anhaben, das spürten wir, und mit der Zeit merkte ich, dass auf seinem Gesicht nie ein Schatten lag.

Where the sunlight hits the snow.

Die Sanftheit, mit der die Welt mich empfängt als ich durch die Türe trete muss sie zuvor direkt aus meinem Innersten genommen haben. Der Schnee fällt so leicht und so weich wie mir war; eben noch in deinen Armen. Ich möchte nicht aufwachen, doch es muss ein Traum sein. Von dieser Schönheit kann meine Welt nicht sein. Ich bin eingehüllt in diese Schneewand, umgeben von den Gedanken an dich.

Ich lebe die tragischste aller Liebesgeschichten. Mein Verstand kämpft gegen Erwartungen und mein Herz findet sich auf keiner Seite wieder.

Der Schnee glitzert so furchtbar. Ich versinke ganz in seine Betrachtung, möchte mich nie mehr mit etwas Anderem beschäftigen. Der glitzernde Schnee soll mich so fest umschließen, dass ich zur Ruhe kommen kann. Denn ich bin unruhig, seit ich dich liebe. Nervös und fahrig. Ich erkenne mich selbst nicht und finde dich viel zu oft in meinen Gedanken. Zähle vertane Chancen; plage mich damit.
Alle meine Hoffnung kann ich jetzt nur noch auf den Schnee setzen, kann nur noch wünschen, dass er mich beruhigt.