nothing ever burns down by itself – every fire needs a little bit of help!

„give the anarchist a cigarette!“¹

Wir alle teilen unsere Wut. Wir brauchen sie dieser Tage mehr denn je – so zumindest kommt es mir vor.
Ich lebe noch nicht lange und schon immer war ich wütend. Ich habe die Wut aus meinem Bauch heraus getanzt, habe geschrien und immer ein bisschen geglaubt, dass die Wut Wunder wirkt. Nun merken wir heftiger denn je, dass auch kollektives Tanzen, kollektives Schreien, kollektive Wut einfach abprallen an den stählernen Wänden dieser Welt. Keine Wunder. Manchmal Wunden. Immerhin Wut.

Es gibt nicht nur eine Wut. Ich bin wütend auf so vieles, auf Alltäglichkeiten von denen ich manchmal einfach vergesse, wie wütend sie mich machen. Ich bin auch wütend für Vieles. Ich bin wütend für uns, weil das sterile System es immer und immer wieder schafft uns zu verdrängen, fortzudrängen. Ich bin wütend für die Welt und für mich und für gute Bildung. Ich bin wütend für die Wut. [Für das Recht auf Wut!]

Ich muss mich sammeln. Ich denke, ich beschäftige mich dieser Tage viel zu viel mit viel zu viel.
Lass uns gemeinsam wütend sein?

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¹: Überschrift und Kopfzeile aus „Give the anarchist a cigarette“ von Chumbawamba