Trotz allem noch immer die Eventualitäten.

Früher habe ich das Spiel noch mitgespielt. Es war aufregend und neu. Ich schlüpfte in verschiedene Rollen und beobachtete interessiert die Reaktionen meines Mitspielers. Ich hielt mich immer genau an die Regeln und so konnte ich nur gewinnen.
Doch mit der Zeit begann das Spiel mich zu langweilen. Schon ganz am Anfang wusste ich, wie es ausgehen würde: Es ging immer so aus.

Ich beschloss, die Regeln zu brechen, einfach gar nichts mehr zu tun und den Gegner in die Offensive zu lassen. Was passierte, wunderte mich: Das Spiel nahm seinen Lauf, ganz genau so wie wenn ich mitspielen würde. Merkte mein Gegner nicht, dass ich aufgegeben hatte? Dass ich statt mit meiner gewissen Taktik einfach gar nicht mehr spielte? Oder war es ihm egal?
Nur aus Interesse hatte ich Ehrlichkeit an die Stelle der Koketterie gesetzt; Stille anstatt der netten Lügen.
Es hätte mehr passieren sollen, das hätten meine nicht-Bemühungen verdient gehabt. Aber alles blieb beim Alten.

Das nächste mal werde ich wieder mitspielen. Davor werde ich aber im Stillen die Regeln ändern.


2 Antworten auf „Trotz allem noch immer die Eventualitäten.“


  1. 1 Thomas 07. Juli 2010 um 13:29 Uhr

    die andere perspektive ist auch nicht viel angenehmer…

  2. 2 kleinegoettin 07. Juli 2010 um 13:44 Uhr

    Die Perspektive des Anderen? Oder was meinst du? :)

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