Archiv für Juni 2010

Ich hätte nichts gegen eure WM.

Hallo, dieser Eintrag spiegelt nur meine subjektive Meinung wieder. Wenn ich Dinge durch Anführungszeichen als Zitate kennzeichne bzw. Situationen beschreibe, dann hat die mir irgendwer im persönlichen Gespräch gesagt; dann sind die mir wirklich so passiert. Allerdings lasse ich viele wichtige Kritikpunkte an der WM aus, auch wenn mir durchaus bewusst ist, dass es die gibt. Dass die Zahl der Prostituierten dort, wo die WM statffindet immer total ansteigt. Dass das eh ein absolut kommerzielles Event ist. Dass die Fußballer WM unglaublich viel mehr Beachtung findet als die Fußballerinnen WM. Und noch einiges mehr. Vielleicht werde ich auch einmal darüber einen Blogeintrag verfassen oder euch zumindest Links zu guten Artikeln zu diesen Themen zusammensuchen. Vielleicht auch nicht. Ihr habt selber Internet und seid selber groß. Erstmal mag ich meinem Ärger Luft machen oder irgendsowas ;)


Nationalstolz: doof!

Ich hätte nichts gegen eure WM, wenn nur das Spiel wichtig wäre. Wenn ihr einfach Fußball mögen würdet und es egal wäre, wer gewänne. Denn die, die gewännen hätten gut gespielt und den Sieg verdient. Stattdessen seid ihr auf einmal „WIR“ und wollt, dass ich mit euch für „unsere Jungs“ jubele. Ihr findet, dass ein bisschen Nationalstolz doch gar nicht so schlecht sei. „Das gibt es doch überall. Die Griechen sind stolz auf Griechenland und die Türken sind stolz auf die Türkei. Nur wir dürfen nicht stolz auf Deutschland sein, wegen der Geschichte und so.“ Ich finde Nationalstolz überall doof. Nicht nur in Deutschland. Überall. Eigentlich auch gar nicht nachvollziehbar: Wie könnt ihr denn auf was stolz sein, wofür ihr nichts könnt?
Außerdem: Erlaubt euch das „bisschen gesunder Nationalstolz“, das ihr pflegt auch, rassistische Äußerungen von euch zu geben? Oder „In your face!“ zu schreien, wenn einer von „euren Jungs“ jemand anderen foult?
Und wieso kommt „ihr“ eigentlich weiter? Ich wusste gar nicht, dass ein so großer Teil der Leute die ich kenn in der deutschen Nationalmannschaft spielt.

Ich hätte nichts gegen eure WM, wenn sie ruhig verlaufen würde. Wenn ich nichts mitbekommen würde. Wenn ich sie einfach ignorieren könnte.
Aber ihr meint ja, andauernd mit euren Tröten herumpusten zu müssen. Überall eure Fähnchen aufzuhängen. Von Reichsadlern ganz zu schweigen. Ihr meint ja in twitter oder facebook beleidigende Äußerungen gegenüber NATIONEN veröffentlichen zu müssen. Sind „die Serben“ alle böse und schrecklich und gemein, weil die serbische Nationalmannschaft besser spielt als die Nationalmannschaft von Deutschland?
Ich würde gerne diese ganze Veranstaltung einfach ignorieren können. Lasst mich damit in Ruhe. Hört auf mit Autokorsos, Vuvuzelas und Gebrülle. Hört auf euch die Farben „eures“ Landes ins Gesicht zu malen. Schaut euch Fußball an, aber freut euch einfach für die, die gewinnen. Egal wer das ist. Denn die haben gut gespielt und haben das verdient.

Ich hab echt absolut nichts gegen Fußball. Ich spiel das hin und wieder gerne. Fußball gucken find ich stupide. WM find ich aus den oben genannten Gründen schrecklich. Und außerdem finde ich es einigermaßen furchtbar, dass ich jetzt doch darüber schrieb. Aber manchmal hilft das „Wenn ich es ignoriere ignorieren es vielleicht alle“-Prinzip nicht so richtig. Dann mecker ich lieber rum.

Some skies are better than others.

Zur Zeit ist der Himmel wahrscheinlich überall super.
Am Wochenende war ich in Wien und weil ich doch immer blogge, wenn ich irgendwo war, wo ich sonst nicht bin, dachte ich mir, dass ich auch darüber bloggen sollte. Der Himmel war ziemlich gut, ich holte mir tragischerweise nen Sonnenbrand. Aber im Grunde genommen macht das nichts, denn DANN WERD ICH BRAUN!!! Hautkrebs ftw.
Ähm. Und außerdem war da natürlich Donauinselfest. Wikipedia sagt, dass das das (dass das das :D ) größte Freiluftevent Europas sei. Also so von der Anzahl der Leute, die da kommen. Zwar konnte man sich in der Menschenmenge prakitsch nicht bewegen und deswegen hab ich relativ wenige Bands gesehn; außerdem war das eine ziemlich kommerzielle Veranstaltung, allerdings war es trotzdem ziemlich super mal wieder Festivalluft zu atmen und nicht arbeiten zu müssen. Und so. Das war ja mein Bestreben.

Okay, das ist ein merkwürdi ger Eintrag, aber immerhin habe ich so auch diese Reise dokumentiert.
Morgen oder so schreib ich was über Fußball und so.

Warum drehst du nicht durch?

Und was ist, wenn mein Herz schmilzt? Kann ich das einfach ignorieren, aus politischen Gründen? Und was ist, wenn ich Angst um andere habe? Kann ich das einfach ignorieren, aus Angst um mich? Darf ich lügen, wenn ich damit Menschen schütze? Und wenn die Wahrheit die Menschen auch schützen würde?
Es sind Grundsatzentscheidungen zu treffen. Wie wird mein weiteres Leben verlaufen? Wie muss ich weiterhin vorgehen, um möglichst vielen in den Arsch treten zu können? Und wie muss ich weiter vorgehen, wenn ich möglichst glücklich sein will; möglichst frei? Und was ist zu bevorzugen? Das große Ganze; das Leben als Brennstoff für den Kampf gegen die Ungerechtigkeit oder ich; für mich; das Leben als Erfüllung aller meiner Wünsche?
Kann ich das nicht vereinen? Die Utopie von Freiheit und von einer guten Welt mit der Utopie eines bunten, ereignisreichen Lebens.
Stattdessen immer wieder Klassenkampf. Sagt mir was richtig ist – ich werde es tun. Anpassung um Anpassung, an System und Szene, an Erwartungen und gegen sie. Aber nie individuell und kreativ und dazu stehen.

ich beglückwünsche; ich bewundere dich für das leben das du lebst. du machst wahr, wovon wir alle immer nur sprechen und träumen. du bist gegenstand meiner gedanken, ob als mensch oder als racheengel.

Es sind Grundsatzentscheidungen zu treffen. Aber der Mut fehlt mir, das zu tun was ich für richtig halte. Grundsätzlich schau ich meinem schmelzenden, schmerzenden Herz dabei zu, wie es zerläuft. Grundsätzlich bebe ich vor Angst, sage aber nichts; weder Wahrheit noch Lüge. Wenn du stirbst, so ist das meine Schuld. Und grundsätzlich werde ich wohl immer nur theoretische Kritik äußern, anstatt wirklich in die Schlacht zu ziehn, für die Welt die ich will. Das kann man auch Politik nennen.

Schade zu sehen, wie zerfleischt ich schon bin.

All the dreams we held so close seemed to all go up in smoke.

Ach, wir ersticken an den geküssten Küssen –
werden uns fremd
und finden nichts dabei.

Früchte des Zorns – Was ist eigentlich Liebe?

Dass die Explosion kommen würde, das war schon lange klar. Wie die Explosion genau aussehen sollte allerdings, war weniger offensichtlich. Ein Gehirn, das schon viel zu lange nicht mehr richtig funktionierte geschändet durch Schlafmangel und Gedanken: Ein Mensch der schwankt.

Fallen lassen ist so einfach. Einfach und schön. Dann bleiben Spuren zurück, aber von Begegnung und Berührung habe ich schon zu oft erzählt. Die Frage, ob Zweifeln erlaubt ist ist noch immer nicht geklärt. Spielt das eine Rolle? An die Regeln hält sich schon lange niemand mehr. Auch der Mensch, der schwankt, nicht. Er steht mit dem Blick nach vorne in der verendenden Welt und wartet noch immer auf den Knall.

Der Knall kommt. Viel leiser als gedacht.

Erst als der Mensch schon zerfetzt am Boden liegt, wird ihm bewusst, dass die Explosion von innen kam. Die Organe liegen zermalmt um das Zentrum, um das taube Gehirn, herum. Leise Musik weht von irgendwoher über den Körper, während alles Leben aus ihm weicht. Fallen lassen ist so einfach. Einfach und schön. Aber der kleinste gemeinsame Nenner ist manchmal die größte mögliche Verwirrung.

Auch das kann passieren.

flounce.