Alors on danse.

Gerne wäre ich ein Jemand. Ein Jemand in dieser Welt. Nicht ein Jemand in der Gesellschaft und auch nicht aufsteigende Elite. Stattdessen: Mich behaupten können und Worte finden für das Unaussprechliche. Worte für alles was in meinem Kopf ist. Stattdessen finde ich immer wieder nur das Stattdessen. Wie es mich zerfrisst; das „Stattdessen“. Wie ausgehöhlt ich mich fühle, wie leer. Eigentlich müsste ich rot anlaufen vor Scham, wenn ich mich beim leben beobachte. Stattdessen – oh, verfluchtes Stattdessen! – hat die Scham mich, wenn ich meine Wahrheit spreche. Für diese Zeilen schäme ich mich, denn sie gehören zu mir. Zu keinem gestellten Mir; nicht zu dem Mir der Öffentlichkeit. Nur zu mir.

Kennst du den Moment vor dem Koitus? Dieser Augenblick, in dem die Lust die Ungewissheit überflutet; alles sich noch mehr entzweit bevor es eins wird, bevor die Sinne siegen. Ich bin dieser Moment, für immer. Fiebernd vor Erwartung harre ich aus, doch ich kann weder zurück noch nach vorne.

In meinem Kopf bin ich, das ist Eins. Nach außen spiele ich, das ist das Andere. Und schreckliche, furchtbare Angst habe ich davor, dass ich nie Worte finden werde. Oder ich finde sie – und ich verheimliche sie vor der Welt. Vor meiner Welt. Wenn ich so darüber nachdenke, werde ich so müde. All das habe ich schon tausendmal gesagt, habe schon tausendmal gesagt, dass ich es gesagt habe und drehe mich nur weiter im Kreis. Die Angst vor dem Versagen ist es, die mich versagen lässt. ( & auch das sagte ich schon, habe ich im Gefühl).