Tags Leben; Krieg des Nachts.

Irre Schatten, lauft nur zu eurer Süchte Ziel;
Niemals gelingt es, eure wütende Gier zu stillen.


Charles B.

Einmal mehr ist mein Fernweh zu groß, als dass mich mein Leben hier nicht furchtbar langweilen würde.Ich stelle mir die Welt als einen spannenden Ort vor, doch Konventionen und Verpflichtungen halten mich davon ab, ihn zu erkunden. Ich werde nie intelligent genug sein, um das Gefühl zu haben, etwas zu wissen. Ich weiß, dass ich nichts weiß. Und je mehr ich lerne, desto machtloser lässt mich die Unwissenheit werden.

Als Kind fragte ich einmal: „Wem gehöre ich“.
Die Antwort die ich darauf erhielt, war die größte Lüge die mir jemals aufgetischt wurde: „Du gehörst nur dir selbst.“

Vielleicht braucht es diesen Sommer nur eine Handbewegung um dich zu verscheuchen. Wahrscheinlich bist du längst schon fort. Auch ich will weg, nicht dir folgen dieses Jahr, sondern leben. Ein pathetischer Ausdruck, eigentlich, und viel zu unpräzise für das, was ich will. Nicht auf der Stelle stehen bleiben. Den gesunden Menschenverstand hinter mir lassen. Aber das ist ja vermessen. Eigentlich würde ich nur gerne Worte finden.

Heute Nacht habe ich von Bleizucker geträumt. Da war eine Weltmacht, die sich selbst zugrunde richtete; impotent zelebrierten sie wütend ihr Ende.


1 Antwort auf „Tags Leben; Krieg des Nachts.“


  1. 1 kleinegoettin 17. Mai 2010 um 14:43 Uhr

    Manchmal erscheine ich mir verwirrt.

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