Archiv für März 2010

Filtern lernen.

oh, I believe, I believe every word that you say!

the velvet underground – I love you

Mit dem Internet aufzuwachsen, heißt mit Fehlinformationen aufzuwachsen. Aber – und das ist noch viel wichtiger – es heißt auch mit einer unglaublich großen Informationsfülle aufzuwachsen und so einen viel umfangreicheren und damit möglicherweise objektiveren Blick auf die Dinge zu bekommen. Auf jeden Fall einen kritischeren. Ich bin mit dem Internet aufgewachsen, Generation Web 2.0, und ich zweifle erst einmal alles an. Das ist gut so. Das ist medienkritisches Denken und das führt zwangsläufig dazu, dass ich mir eine eigene Meinung bilden muss, an die ich glauben kann. Das bedeutet: Lesen, recherchieren, überdenken, recherchieren, austauschen, diskutieren – filtern lernen!
Erst müssen die Quellen geprüft werden, erst muss verglichen werden und erst müssen Belege gefunden werden- für alles! Mit dem Internet aufzuwachsen heißt also, investigativen Journalismus zu betreiben und wenn es nur für sich selbst ist.

Glaubt ja nicht alles. Auch nicht diesen Text hier!

Promitalk.

Die KleineGoettin ist natürlich cool. Aber in Wirklichkeit ist sie noch viel cooler, als sie hier im Blog immer tut. Letzten Freitag, zum Beispiel, hat sie Günter Wallraff interviewt. Der hat nämlich ein neues Buch und war in Stuttgart im DGB-Haus und hat im Zuge einer Veranstaltung über UnrechtsanwältInnen daraus vorgelesen.
Nach der Lesung also, war das Interview. Schon ziemlich cool, wenn man von sich behaupten kann, mit Günter Wallraff in der Kellerschenke gewesen zu sein? Aber noch viel cooler, wenn am Ende dann eine so klasse Station ID bei rauskommt & ein super Interview, das ich auch gerne verlinken würde, aber ich hab nicht genug Platz hier. Aber wenn ihr’s rechtzeitig lest, dann hört doch morgen um 23 Uhr die Wüste Welle (auch im Livestream) oder am Mittwoch in der Frühe um 5 Uhr!
Wenn ihr’s nicht rechtzeitig lest, aber trotzdem hören wollt, dann wendet euch vertrauensvoll an mich. Das kriegmer schon irgendwie hin ;)

Das ist übrigens der Günter Wallraff, neben der KleinenGoettin, die aus irgendwelchen Gründen wie wild mit ihrem Arm herumfuchtelt (wahrscheinlich ist sie hysterisch).

Ah, und by the way: Wenn das hier jetzt nicht ein ungeheuer guter Grund ist, mal wieder zu kommentieren, na dann weiß ich auch nicht mehr weiter.

I‘ve got a feeling I don‘t want to know.

Als es egal war, wo wir aufwachten und nur die Musik wichtig war, die wir auch dann hörten, wenn Stille uns umgab – damals habe ich wohl einem Gefühl Asyl gegeben, das ich jetzt vermisse. An einem Tag X, an dem die Fahnen endlich gehisst werden können, an einem Tag X an dem ich im Wortlaut denken muss: „Ich hätte es nicht gedacht.“

L‘énigme est why we‘re so awful.

So trocken sind meine Augen, viel zu sehr brennen sie. Meinst du, Unsterblichkeit würde nicht belohnt? Chère monotonie, les parents ne s‘occupient pas beaucoup des enfants. Je t‘embrasse! Wenn ich nur wüsste, wovon du redest; manchmal zweifle ich an meiner Intelligenz. Ich denke, ich müsste Stunde um Stunde damit verbringen, meine Gedanken zu ordnen. Karteikarten anlegen, fein säuberlich sortieren. sortir = ausgehen, heraustragen, heraustreten, hervorkriechen. Manchmal mache ich mir sogar Gedanken über die punischen Kriege. Des weiteren empfehle ich, Karthago zu zerstören. Leider gibt es da keinen Zusammenhang zum Hier und zum Jetzt.

Darum geht es doch gerade, nicht wahr? Um das Hier und um das Jetzt. The will to death. Denn nur der Tod macht das Leben kostbar? Ill-will; It’s about my ill-will to death! Ich sage, ich könnte schreien und mich auf den Boden werfen, verdammt! Dass du verstehst, was ich sage und dass du verstehst was ich meine, das ist die eine Seite. Schon verwunderlich genug. Die andere Seite ist, dass ich kein Wort verstehe. Da scheint endlich wieder die Sonne und mein Kopf ist voll mit allem, nur nicht mit dem Leben. „Ich möchte zwei Tage lang Schere-Stein-Papier spielen, OHNE dass es mir Spaß macht!“ Plötzlich weiß ich wieder, was ich will. Nicht sterben. Et patati et patata. Da lebten sie glücklich bis an ihr Lebensende.

Warum kann ich meine Gedanken nicht sortieren? Und wie sind wir eigentlich auf dieses Thema gekommen? Ach, Schwuppdiwupp. Da sind die Kleinen groß! Wir sind die Kleinen. Gewesen. Gut zu wissen. Gut auch, dass ich jetzt weiß, dass die Vögel eine Metapher sind, für mich. Denn noch wandle ich unter den Sternen! Au revoir mes fantasmes, au revoir mes amis. Illness and ill-will, forever yours. Sincerely, ta monotie.

(diesen sommer) zu erledigen:

„Ich sagte es Ihnen schon,
ich sah aufs Meer,
ich war in den Felsen versteckt
und sah aufs Meer.“


J.M.G. Le Clézio, Lullaby

Heute ist der astronomische Frühlingsbeginn. Was könnte es also für einen besseren Anlass geben als diesen, um meine obligatorische What-To-Do-This-Summer-Liste zu erstellen? Keinen, natürlich ;)
Also voilà, hier ist sie! :)

-Den letzten Sommer als unmündige Bürgerin voll und ganz ausnutzen!!
-Führerscheinprüfung machen & bestehen
-Meer sehn!
-Einen super Ferienjob haben
-Die Vorbereitungsklasse für die Kursstufe mit Bravour bestehen (oder halt irgendwie, auf jeden Fall ma)
-So lange tanzen, bis ich vor Erschöpfung zusammenbreche
-Auf der Schloßmauer Falafeln essen
-Teil an einem ungeheuer effektiven Bildungstreikaktionstag haben & vorallem: Mitbekommen, wie sich wirklich was ändert, im Bildungssystem!
-Trotz allem ein klasse Ract!-Festival erleben
-Vom 10 Meter Brett springen!
-Paris, Istanbul, Hamburg und/oder Lissabon besuchen
-Frühmorgens aufstehen und mit dem Zug irgendwohin fahren, einen Becher Kaffee in der Hand (natürlich!)
-Radiocamp, Mann! (--> auf dem wir klasse Beiträge für die BUKO-Liveübertragung erstellen werden!)
-Endlich ein Buch schreiben
-Sex am Strand haben
-Eine großartige Welcome-Back-Party für Luna schmeißen
-Unbedingt wieder in einer Band spielen
-Eine tolle Theateraufführung hinlegen
-Sommerbobbahn fahren :)
-Nochmal Sziget? Auf jeden Fall soviele Open-Airs wie möglich!
-Lagerfeuerabende mit Gitarren & Freunden & so erleben
-Mal wieder frühmorgens Radio machen
-Überhaupt so viele gute Radiosendungen machen, wie’s nur irgendwie geht!
-Als Vorbereitung für Franz vierstündig zwei Wochen, oder so, im französischsprachigen Raum verbringen
-Eh soviel’s geht von der Welt sehn!
-Eins meiner Tattoos stechen lassen?
-Ein Roadmovie drehn
-Die Revolution starten

…und auf keinen Fall erwachsen werden!

Heute kann ich voller Innbrunst schreien: „Good morning stranger“; DENN ES WIRD FRÜHLING!

Was für ein schöner Unfall, dort hinten!
Mit quietschenden Reifen schlittert das Auto elegant eine Pirouette drehend langsam in das andere Auto hinein. Nur ein ganz dumpfer Knall bestätigt den Aufprall und kalte Morgenluft strömt in mein Gehirn. Zum ersten Mal seit Wochen ist am Himmel eine Ahnung von blau erkennbar. Laut drehe ich meine Musik auf und fühle mich verbunden mit dieser Welt, in der die Vögel ihre Lieder so wild und laut durcheinander schmettern, als wollten sie ihre Lungen mit Vorsatz demolieren.

Beinahe fahren mich die beiden Fahrradfahrer um, die mir fröhlich ein „Guten Morgen!“ in’s Gesicht schreien. Beinahe wäre ich mit voller Wucht in den Bach geknallt – selbst der Bach trägt heute mehr schmutziges Wasser als sonst. Es soll heute 17°C warm werden, doch noch sind die Autoscheiben eisbedeckt. Glücklich gehe ich an in das Eis eingeritzten Penissen vorbei, bis ich eine Autoscheibe findem auf der sich noch niemand künstlerisch verausgabt hat. Mit wunderschönen, geschwungenen Buchstaben schreibe ich „good morning“ auf die Scheibe und nehme mir sogar noch die Zeit, das ‚good‘ zu unterstreichen und eine Sonne daneben zu malen. Wahrscheinlich sind die zehn Sekunden, die ich dafür brauche, genau die zehn Sekunden die ich gleich zu spät zum Unterricht kommen werde und wegen denen ich mir einen Eintrag im Klassenbuch holen werde.

Naja. Egal. Denn als ich das Wrack des Staubsaugers da so adrett im Laub vom letzten Herbst liegen sehe, wird mir ganz leicht, so als hätte jemand mein schmerzendes Rückenmark ausgetauscht. Und ich glaube zu wissen, dass diese Einschätzung nicht nur von der doppelten Portion Koffein heute morgen herrührt.

Das Monster an meiner Zimmerdecke.

Ha! Werauchimmer behauptet, dass es die Monster nachts in meinem Zimmer nicht gibt, der lügt. Denn ich hab ein Foto gemacht. (& den Kontrast hochgehaun, damit jeder das Monster sieht. & Text drauf getan, damit das Bild nicht ganz so scheiße aussieht).
Auf jeden Fall ist das voll gruselig.

buko 33 in Tübingen! unsere Radiojingles!

Erster Jingle

Der geht 21 Sekunden.

Zweiter Jingle

Und der geht 47 Sekunden.

Denn ich werde wahrscheinlich irgendwann demnächst anfangen viel darüber zu schreiben. Damit euch das nicht so ganz unvorbereitet trifft (& damit ihr jederzeit die Möglichkeit habt, euch diese wunderbaren Meisterwerke von Jingle-Kunst anzuhören!), kriecht ihr das jetzt schon mal, nä? :)

EDIT: Und eigentlich wollte ich ja nur mal sehn, wie das aussieht, wenn man mp3-Dateien hochlädt, hier. Aber irgendwie sieht das gar nicht aus, scheint mir. Seht ihr da was? Bzw wisst ihr nerdigen Leute, warum ich (& ihr womöglich auch noch) nichts seh(t)? :(

Nochmal EDIT: Yeah :D Ich bin cool & alles ist gut & die Jingles sind sichtbar! :)

(damit der letzte eintrag nicht mehr ganz oben ist); dort hinten wird’s hell.

in diesem krieg sind alle tricks erlaubt.

tausend dank.
dies ist mein leben, keine sekunde verschwendete zeit. ich würd zwar gern mehr lieben, aber auch herzkapazitäten sind irgendwie beschränkt, nehm ich an. ich nehm auf, ich nehm auf.
wahrscheinlich ist kleinschreiben doof. immer auf die shift-taste zu drücken auch. dieser ganze eintrag ist doof. wird doof. das spür ich. aber das macht nix, denn ich hab lang nichts mehr gebloggt.
zudem wollte ich von den glücksgefühlen erzählen, die entstehen, wenn ich über mein leben nachdenk. aber im grunde ist das ja echt uninteressant für die allgemeinheit, nehm ich an.
also lass ich das jetzt.
ich hab nur so nen ungheuren mitteilungsdrang, grad.

gestern hab ich tocotronic gesehn. und dillon. von denen kommt an’s ende dieses eintrags ein youtube-link, denn die haben mich echt umgehaun. ich stand da so & hab eigentlich gar keine erwartungen an die vorband gehegt. und auf einmal… da standen diese frau und der spindeldürre kerl auf der bühne und die haben einfach angefangen musik zu machen. ohne groß trara. okay, das ist wahrscheinlich auch echt uninteressant. ihr müsst das nicht lesen; das hab ich schon oft genug erläutert. ich muss nur irgendwie mit dem mitteilungsbedürfnis umgehen.
wahrscheinlich sollte ich lieber eine geschichte schreiben, die das gefühl beschreibt-umschreibt, das ich hatte, als dillon spielten. wahrscheinlich denkt ihr jetzt ‚boah, ey‘. brecht einfach an dieser stelle ab. eh, echt, mich nerven so leute, die texte lesen, die sie nicht mögen & dann drunter schreiben, wie scheiße der text ist.
eigentlich nerven mich auch so leute, die die ganze zeit davon schreiben, dass das was sie gerade schreiben unproduktiv und doof ist. so wie ich das hier mach, eben. aber wayne. manchmal muss sowas eben sein.

und möglicherweise ist das ja auch thema dieses textes hier und dann ist es schon gar nicht mehr scheiße, sondern fast schon cool und avantgardistisch, das hier so aufzuziehn, wie ich das eben mach. whatever.

ich hab das hier mit „tausend dank“ angefangen und bin inzwischen bei nem text der sich damit auseinandersetzt, dass er vielleicht ein text darüber ist, wie doof es ist, dass manche leute in ihren texten davon berichten, wie doof der jeweilige text ist. ganz schön confusing. und immer noch alles kleingeschrieben. das ist doch liveblogging deluxe. hab ich glaub früher öfter gemacht & sollte ich auch wieder. yeah. außerdem passt die überschrift immer noch einigermaßen & das macht mich froh & munter.

ich will ja immer noch in ‚alice im wunderland‘. denn: tim burton is top, alice is top und johnny depp ja sowieso. aber dazu müsste ich mal ein bisschen zeit haben, in meinem leben. tja. ich sollte mir jede woche eine stunde in meinen timer schreiben: „zeit für dich!“ und das unter keinen umständen verplanen, oder so. wahrscheinlich wär mir in dieser stunde hoffnungslos langweilig.

okay, genug geschrieben für heut abend. solltest du bis zu diesem punkt gelesen haben, dann…
…merkst du spätestens jetzt, dass du irgendetwas falsch gemacht hast. adieu.

(das sind dillon!)