Archiv für November 2009

Friday I‘m in love.

But not with my blog, because nobody’s commenting :(
(Ob man ‚commenting‘ sagen kann weiß ich nicht & möglicherweise lässt sich darüber diskutieren, jedoch: Ihr wisst doch, was ich mein :D )

Internationaler Bildungsaktionstag.

Auch in Tübingen geht was: Heute 16 Uhr vor der Neuen Aula: Vollversammlung aller SchülerInnen, Studis und Azubis („Schülis“ klingt doof :/). Kommt zuhauf und bringt auch euren ungeliebten Nachbarn mit (und sowieso ja eure besten Freunde!).

Ach, und eh ich’s vergess: Seit gestern Abend ist auch wieder der Kupferbau hier besetzt!
Wenn ihr den Überblick haben wollt, wer sonst noch so am Start ist: Diese Seite kann ich euch wärmstens ans Herz legen!

Also, bis heute Nachmittag, dann! :)

Die Göttin gab sich die Ehre…

…und hatte heute ihr Debüt als Poetry Slammerin. Sie war ungeheuer aufgeregt und hat das hier zum Besten gegeben. Und dann noch folgendes:

Und eines Tages waren wir plötzlich groß, ahnungslos
stehen wir jetzt da und warten,
warten darauf aufzuwachen, krachen
immer wieder voll gegen die Wand, hirnverbrannt,
dass wir immer noch dran glauben,
glauben wir könnten wieder klein sein, Sonnenschein
intensiv wahrnehmen, Benehmen
Benehmen sein lassen, Grimassen
schneiden, ausgelassen entscheiden
was wir tun wollen – und was nicht

Stattdessen sitzen wir jetzt hier
und reden und trinken Bier
und…
Moment! Seit wann trinken wir eigentlich Bier?
Fanden wir das früher nicht schrecklich, wenn das jemand gemacht hat?

Aber anscheinend sind wir plötzlich groß geworden, morden
unsere Kinderträume, Schäume
an die wir glaubten, raubten
uns Nacht für Nacht den Verstand, allerhand
dass wir sie jetzt vernichten,
vernichten all unsere Vorsätze, Schätze
die man unterschätzt, jetzt
sind wir jedenfalls groß

Wollten wir das nicht immer?
War nicht das genau das, worauf wir die ganze Zeit gewartet haben?
Nicht mehr klein sein sondern klein…

…kariert. Desillusioniert durch’s Leben treiben, schreiben
keine Geschichte mehr, keine Geschichten mehr, leer
im Herz, Schmerz
spürn wir schon lang nicht mehr intensiv, lief
gestern Abend nicht das Fußballspiel?, Ziel
um Ziel aufgegeben leben
wir jetzt vor uns hin, immerhin
sind wir jetzt groß.

Eigentlich wollte ich mich nicht mehr verlieben.

Wenn die Welt in Trümmern liegt, kann man dann trotzdem schweben? Mo und ich, wir konnten das. Irgendwie. Nachmittags saßen wir oft stundenlang auf der Brücke und haben nichts zueinander gesagt, oder manchmal haben wir auch ein bisschen geredet, aber jedes einzelne Wort war dann richtig. Ich weiß nicht, es war ganz einfach, und in meiner Erinnerung ist der Himmel immer weiß an diesen Nachmittagen.

Und unten schlängeln sich Graffitys an den kahlen, grauen Mauern entlang. Kotze und Teile einer toten Taube vermischen sich. Der Edeka hat offen und einige Jugendliche betrinken sich davor. Veronica, unsere Haushaltshilfe, kommt mit dicken Tüten bepackt heraus und schaut sich um. Sie hat sich gut gehalten, die 53 sieht man ihr nicht an, auch wenn der Ansatz ihrer Haare schon wieder sichtbar herauswächst. Seit Papa weg ist ist Veronica da und der Tausch war nicht schlecht. Veronica kann kochen, immerhin. Aber Veronica ist immer öfter müde und vielleicht kommt bald eine neue Haushaltshilfe, wer weiß?

Aber das hatte auf der Brücke nichts zu suchen, all das. Hier war der Himmel weiß und der Rauch, der aus Mos Mund kam auch. Ich konnte ihn atmen hören, wenn ich meinen Kopf auf seinen Bauch legte. Am Anfang bin ich immer zusammengezuckt, wenn ein Zug kam. Dann hat Mo seinen Arm um meine Schulter gelegt und wir haben gelächelt. Es war nie so, dass wir jeder für sich auf der Brücke saßen. Immer haben wir die Nähe des Anderen gespürt. Vielleicht klingt all das ja lächerlich, aber an den Nachmittagen mit Mo hab ich nie an irgendetwas aus meinem wirklichen Leben gedacht. Ich bin einfach in den weißen Himmel gefallen und wir sind geschwebt, Mo und ich, über den Trümmern der Welt.

Hitzefrei – die Bildung brennt.

Die Uni hier in Tübingen wurde heute morgen geräumt. Merkwürdig dabei war die Hundertschaft Göppinger Polizisten, (das aus sicheren Quellen) und die (anegblich) 40 Kameras, die verwendet wurden. Merkwürdig auch, dass der SWR, der sagt, dass die Räumung nichts mit der Partynacht zu tun habe und die Unileitung vollkommen andere Dinge behaupten (am Samstag findet die SWR3-Party Nacht in Tübingen unter anderem auch in den Räumen der Universität statt). Merkwürdig. Merkwürdig. Merkwürdig.

Aber die Uni brennt & wahrscheinlich würden auch Wasserwerfer sie nicht so schnell löschen, um es pathetisch auszudrücken. Heute Mittag war hier eine kleinere Demo mit 300 – 500 Teilnehmern und am Samstag (14.11.2009) Abend um 18 Uhr trinken wir erstmal alle zusammen Kaffee im Clubhaus. Am Dienstag (17.11.2009) ist natürlich auch hier im Rahmen des bundesweiten Aktionstags um 16 Uhr eine Aktion, nämlich eine SchülerInnen, Studierenden und Auszubildenden-Vollversammlung um 16 Uhr vor der Neuen Aula.
Und Samstag drauf (21.11.2009) ist in Stuttgart die landesweite Bildungsdemo.
Soviel zu den Terminen, bleibt nur noch zu sagen: Macht mit!

Tarnation.

Circles they grow and they swallow people whole
Half their lives they say goodnight to wives they‘ll never know
A mind full of questions, and a teacher in my sooul
And so it goes…

Eddie Vedder – Guaranteed

Tagsüber erkennt man einsame Menschen nicht. Tagsüber sind einsame Menschen wie du & ich.
Sie fahren in dem Bus mit, in dem du fährst. Sie gehen mit dir zur Schule, zur Uni, zur Arbeit und nirgends fallen sie auf. Es ist nicht so, dass einsame Menschen permanent eine Aura der Einsamkeit um sich haben, nein, keineswegs, einsame Menschen sind sehr darauf bedacht, unerkannt und unbemerkt zu bleiben. Tagsüber.

Doch in der Nacht, da regen sie sich. Kriechen aus ihren Löchern, versuchen über die meterhohen Mauern zu klettern, die sie umgeben. Unsicher und stolpernd wanken sie auf dich zu, um dich mit ihrer Einsamkeit zu überfallen. Greifen dich an deinen verwundbarsten Stellen an, spielen mit deinem Gewissen und lassen dich endlich verwirrt und betroffen zurück. Sie wissen, dass da etwas ist, was sie nie überwinden können. Diese unendlich tiefe Schlucht, die der einzige wirkliche Unterschied zwischen euch geschlagen hat. Sie sind einsam und du nicht. Und sie wissen, natürlich wissen sie, dass keiner von euch beiden diese Schlucht je überwinden wird. Denn einsame Menschen bleiben einsam. Und wer nicht einsam ist, der ist stets darauf bedacht, nie einsam zu werden.
Doch die einsamen Menschen wissen auch, wie sie euch weh tun können: Ihr müsst nur einen einzigen Blick in die Schlucht werfen.

Three * Six Strings.

SIGN!

http://www.petitiononline.com/rektorat/

(Und hiermit gelobe ich feierlich, dass ich bald auch wieder irgendetwas richtiges blogg.)

Hört, hört!

Viel gäb’s zu sagen, aber ich mag’s kurz machen. Wer gern wissen will, wo sich die KleineGoettin vorige Woche so rumgetrieben hat, der kann ganz einfach am Montag von 14-15 Uhr die Wiederholung unserer Radiosendung hören – und zwar, wenn ihr hier wohnt, auf 96,6 mHz oder auf 97,45 mHz im Kabel oder aber, wenn ihr in Rottenburg wohnt im Kabel auf 101,15 mHz. Bla. Und was ihr auch machen könntet, wär im Internet auf www.wueste-welle.de hören. Das geht von überall :)