Let’s have a drink or maybe two/ 2011.

Das war letztes Jahr. Das von diesem Jahr hab ich mal wieder hier her. Holla, die Waldfee, ich hab viel zu tun, komm kaum mehr zum Bloggen und jetzt muss ich auch noch eine komplette Silvesterparty organisieren. Dafür hab ich ein tolles Kleid, eine tolle Playlist und vorallem: Die besten Freund_innen der Welt!
Gab’s bei euch spannende, bewegende Momente, dieses Jahr? Lagt ihr auf der faulen Haut oder habt ihr die Welt bewegt? Und was tut ihr, um den Jahreswechsel zu zelebrieren, falls ihr das tut?
Mein einziger guter Vorsatz (abgesehen von einem geheimen) ist es, im nächsten Jahr wieder ein wenig mehr Text auf diese Seite zu setzen und euch hoffentlich Lust zu machen, auch mal wieder öfters vorbei zu schauen!
Einen guten Rutsch und auf dass euer guter Vorsatz sei, hier mal mehr zu beizutragen!

Herzlichst,
eure Göttin

1. Zugenommen oder abgenommen?
Abgenommen, wie immer über Weihnachten! :)

2. Haare länger oder kürzer?
Länger. Ich hab jetzt Haare bis zum Arsch (also, fast).

3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Kurzsichtiger! An die Zukunft mag ich gar nicht denken. Leider muss ich es aber, also auch ein bisschen weitsichtiger.

4. Mehr Kohle oder weniger?

Ha! Ich gehöre nun zu Menschen die arbeiten! Deswegen mehr. Gefühlt aber leider gleich wenig :/

5. Mehr ausgegeben oder weniger?
Oh. Siehe Punkt 4. Da ich glücklicherweise zu jenen Menschen die arbeiten gehöre, die noch nicht mit der Schule fertig sind und deswegen hauptsächlich zuhause wohnen, kann ich mein Geld verprassen, wie ich mag! (Geiz ist geil ist ja so gar nicht mein Lebensstyle!)

6. Mehr bewegt oder weniger?
Politisch: Weniger, leider, auf Grund von akutem Stress durch bevorstehendes Abi. Mich selber: Keine Ahnung.

7. Der hirnrissigste Plan?

Eine Silvesterparty zu veranstalten. Ha ha.

8. Die gefährlichste Unternehmung?
In Moskau mitten in der Nacht, nach dem wir uns aus der Jugendherberge ausgeschlossen hatten, wildfremde Leute um Hilfe zu bitten. So gefährlich war das nicht, uns kam es aber so vor.

9. Der beste Sex?
Andauernd.

10. Die teuerste Anschaffung?
Der Freund.

11. Das leckerste Essen?
Sahnsesaucengemüseauflaufkram. Das war supermegalecker und glaub das beste, was wir dieses Jahr gekocht haben!

12. Das beeindruckendste Buch?
„Der Tod des Bunny Monroe“ von Nick Cave war großartig, aber das fällt mir nur grad ein, weil es hier rumliegt. Ich hab so wahnsinnig viele gute Bücher gelesen, dieses Jahr, endlich mal wieder! Gestern habe ich mit Rosa Luxemburg’s Liebesbriefen angefangen, die sind auch sehr spannend. Und zu Weihnachten hab ich mehrere Comicbände bekommen, einerseits „The Last Man On Earth“ und andererseits „Habibi“, in die hab ich zwar erst reingeschnuppert, möchte aber sofort loslegen, mit lesen und Bilder betrachten. Ah, und natürlich „Tag der geschlossenen Tür“ von Rocko Schamoni, weil ich Rocko Schamoni’s Bücher liebe. Aber wie gesagt, viel zu viele gute Bücher, dieses Jahr.

13. Der ergreifendste Film?
Klingt peinlich, ist es vielleicht auch, aber ich fand „Fenster zum Sommer“ ziemlich toll.

14. Die beste CD?
Ohje, ich weiß gar nicht, was ich dieses Jahr neu entdeckt hab. Witthüser und Westrupp kenn ich zwar wahrscheinlich schon länger, hab aber erst in diesem Jahr angefangen, die wirklich gut zu finden. Also „Bauer Plath“.

15. Das schönste Konzert?
Peter Licht im Sudhaus in Tübingen! Das war wirklich das, was ich „schön“ nennen würde.

16. Die meiste Zeit verbracht mit …?

Stress. Gefühlt mir Schulkram, in Wahrheit wohl eher mit knutschen und Serien schauen.

17. Die schönste Zeit verbracht mit …?
Reisen. Moskau, Marseille, Hamburg. Ein paar Träume wurden dieses Jahr wahr. Und generell alle Reisen, die ich dieses Jahr machte waren spannend und toll.

18. Vorherrschendes Gefühl 2011?
Stress, leider.

19. 2011 zum ersten Mal getan?
Mit dem Flugzeug geflogen, mit dem Auto und ohne „Erwachsene“ in den Urlaub gefahren, ein Gewürzregal gebaut, mich auf’s Abi vorbereitet, einen richtigen Job gehabt, mit geldverdienen und so.

20. 2011 nach langer Zeit wieder getan?
Eine Beziehung geführt.

21. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?

Leistungsdruck, blöde Anmachen und die Welt, die zugrunde geht.

22. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass wir unser Leben geniessen müssen, weil wir ja nur einmal leben.

23. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Gewürzregal. Und der Segelgutschein und ein Kalender. Und eine Geschichte, die immer noch weitergeht. Ach, ich weiß nicht, solltet ihr das Glück haben, von mir beschenkt zu werden, dann werdet ihr merken, dass ich versuche oft schöne Sachen zu verschenken.

24. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Das ist wirklich schwer. Ich hab Unmengen tolle Geschenke bekommen, dieses Jahr. Selbstgetischlertes Schminkkästchen, Peter Licht-Konzertkarten, ein Kamerastativ, Tanzgutschein, selbstgestricktes Halswärmekuscheldings, Kochgruppenoutfit aber auch ein Raclette-Set und mein superduper neuer iPod, ohne den ich jetzt schon nicht mehr leben könnte. Wirklich schwer.

25. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Okay, dann fahren wir eben noch mal zurück, damit du dich vom Meer verabschieden kannst.“

26. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
„Scheiße, verdammt, natürlich liebe ich dich!“

27. 2011 war mit einem Wort …?
viel.

28. Noch Fragen?
Habt ihr noch welche?

Ethikklausur, Pluspunktaufgabe.

Hallo, weil heute Weihnachten ist oder eigentlich weil ich früh aufgestanden bin und deswegen viel Kram machen kann, schenke ich euch heute eine tolle Geschichte über Gott. Das ist doch passend, denn Gott und Jesus waren ja schon immer gute Kumpels und um Jesus geht’s ja bei Weihnachten. Außerdem bin ich ja sowieso ’ne Göttin und hab mit denen viel zu tun und zusätzlich ist das aus einer Ethikklausur von mir, da schreibt man halt Kram über Gott.
So, frohe Weihnachten oder happy Chanukka oder merry heidnisches Götterfest oder einen tollen Tag euch!

P.S. Eines Tages werde ich wieder mehr bloggen! Promise und so. Und dann auch mehr lustige Sachen, so wie heute.

P.P.S. Die „göttlichen Delfine“ am Ende der Kurzgeschichte sind eie Anspielung auf einen anderen Aufgabenteil der Ethikklausur, in welchem ich den onthologischen Gottesbeweis in eigenen Worten wiedergeben sollte und dann irgendwie ein Beispiel mit göttlichen Delfinen angeführt hab.

P.P.P.S. Ich will euch doch nur aufhalten, mit der Geschichte anzufangen!

1. Teil:
„Ich komme bald wieder… hoffe ich!“, sagte Gott, als er aus der Vorstellung der Menschen zu verschwinden drohte. Als bloße Idee zu existieren, war für ihn nicht immer leicht gewesen. Er hatte schon einige Krisen durchgestanden, aber so schlimm, wie es seit dem Aufkommen der Evolutionstheorie war, war es vorher nie gewesen. Es hatte immer Menschen gegeben, die an ihn geglaubt hatten, die ihn, die Idee, am Leben erhalten hatten. Gott hatte viele Gesichter gehabt: Er war gütig und zornig, war eine Frau und ein Vater, er war einer und viele. Aber immer hatte er von sich Reden gemacht, war immer eine der populärsten Ideen überhaupt gewesen, hatte auch nie den Anschein erweckt, dass er verschwinden würde. Und jetzt? Jetzt wurde Gott immer durchsichtiger, drohte sich an den Rändern aufzulösen und hatte längst nicht mehr den Charme, den er einst gehabt hatte. „Ich verschwinde! Haltet mit doch fest!“, rief er denen zu, die ihn umgaben. Leider waren auch sie nur mehr Schatten ihrer selbst, ihre glorreichsten Zeiten waren längst verstrichen: Das Christkind, das versuchte nach ihm zu grabschen, musste feststellen, dass es nichts war als heiße Luft und Petrus, der herbeigeeilt kam, hatte Mühe nicht den Himmel unter den Füßen zu verlieren. Gott blieb nichts anderes übrig, als auf eine große irdische Katastrophe oder einen republikanischen US-Präsidenten zu hoffen, um ein Comeback in die Köpfe der Menschen zu schaffen. Er setzte sich auf eine Wolke und wartete ab.

2. Teil:

Descartes sah, wie Gott traurig auf einer Wolke saß und immer durchsichtiger wurde. Er selbst war keine Idee, war nie eine gewesen, er hatte existiert und musste sich nicht sorgen, dass er sich auflösen könnte. Dennoch konnte er verstehen, wie betrübend es sein musste, als ehemals mächtigste Idee immer mehr an Bedeutung zu verlieren. „He, alles klar bei dir?“, rief er, denn er wollte den verschwindenden Gott trösten. „Hm, manchmal frage ich mich, ob es mich gibt“, seufzte Gott trübsinnig. Da lächelte Descartes: „Aber du denkst doch, also bist du!“, rief er aus. „Das ist es ja“, sagte Gott, „Die Menschen denken nur, dass ich denke. Das ist ihre Idee von mir. Gerade jetzt stellt eine Schülerin sich vor, dass ich mich frage, ob es mich gibt, das ist nur ihre Idee von mir und noch dazu eine jämmerlich paradoxe Idee. Nicht mehr lang, und der dort tritt an meine Stelle!“ Gott zeigte mit einer verächtlichen Geste auf ein fliegendes Spagettimonster, das in einer anderen Ecke des Himmels herumschwirrte. Descartes musste schmunzeln: „Ja, oder diese göttlichen Delfine dort hinten.“. Dann aber schmunzelte er nicht mehr, als er mit ansehen musste, wie Gott zu Schall und Wahn verpuffte.

Tretjakowska/ Wien vs. Moskau.

Okay, dann vermisse ich dich jetzt doch.
Der belaubte Weg, der von der Universität zur Moskwa führt, lässt mich an Schloss Schönbrunn vor beinahe zwei Jahren denken. Es war Winter und ich wollte immer den Berg hinunterrennen, ich fühlte mich übermütig wie ein junges Fohlen. In der Realität ist HERBST und nur die Erinnerung zähmt mich. Sonst wäre ich wohl schon längst den Berg hinuntergeschlittert. Ob du nicht doch der Eine bist, frage ich D. und frage ich ky. als ich zurückkam. Ich muss mal wieder bloggen, dachte ich.
Der Wald ist gelb und rot und eine der schönsten Erinnerungen an Moskau. Wir hatten unsere Gruppe verloren und hinter uns kamen andere Menschen, in dicke Pelze eingewickelt. Aber wir waren zu zweit, verloren an diesem Ort an dem für immer Herbst bleiben würde und ich fiel, fiel in Erinnerungen.

The storm: Wir waren allen Widrigkeiten zum Trotz angekommen. Kunst umgab uns und die feindselige Stimmung der anderen. In mein schlechtes Gewissen hüllte ich mich ein und vergrub mein Gesicht darin. Wir werden immer alleine sein, wir werden uns nie unterordnen können, das wurde mir klar. Die Bilder beruhigten mein sütrmisches Inneres, die ruhigen Gespräche und dass wir trotzdem immer noch zu Zweit waren, D. und ich. Für uns wurde der Sturm zu einer Lehrstunde und zu einem Ort des meditativen Traurigseins. Im Grunde hatten wir gesiegt, wieso sollten wir uns das vermiesen lassen?

Wen ich wann vermisse, ich weiß es nicht. Aber dich wiederzusehen fühlte sich dann nach einem kurzen Zögern doch richtig an. Dich für immer wiederzusehen, für immer in meinen Augen zu betrachten. Das wünsche ich mir zu meinem 19. Geburtstag, den wir in Moskau einläuten und hier noch nächtelang tanzend hinauszögern. Dass ich nicht immer nur dich vermisst habe, daran erinnert mich der Herbstwald hinter der Universität.

I just came to say ‚hello‘.

Für S., weil wir schon lang nicht mehr gefeiert haben

Die Stadt ist leer.
In allen Ecken drängen sich die Erinnerungen, manche verstecken sich, wenn ich komme, denn sie sind es gewohnt, Platz zu machen. Sie müssen keinen Platz mehr machen, niemand ist mehr da, mit dem ich sie fortscheuchen könnte um neuen legendäreren Erinnerungen Platz zu machen. Niemand da, für legendäre Ereignisse. Also setze ich mich zu den Erinnerungen, mit einer Flasche Federweißer und Zigaretten und sage immer wieder „Wisst Ihr noch, vor einem Jahr?“. In einem Jahr werde auch ich fort sein, dann werden andere sagen, dass die Stadt leer sei, aber noch bin ich hier und jeder Abend ist gleich.
Rum-Kirschsaft und Wodka-Cola aus Bechern am Straßenrand und namenlose Männer in namenlosen Clubs. Geklaute Cocktailgläser und Abende die legendär waren, einfach ohne Grund, meistens. Vermissen sollte nicht mein Stil sein, weil ein großartiges Jetzt mein Stil sein sollte, aber manchmal ist vermissen schon okay, denke ich.
Ich proste den Erinnerungen zu und sage nur zu mir, dass ich nicht vorhabe, noch lange mit ihnen hier zu sitzen. Nur manchmal ein Stündchen mit ihnen verbringen, oder zwei.

Regen und Böen.

Ich gehe durch mein Leben und lasse eine Spur von gebrochenen Herzen hinter mir. Jetzt habe ich angehalten, muss ausruh‘n, muss wieder zu mir kommen. Coffee black and egg white; pull me out from inside. Immer wieder versicherte ich ihm, dass er der Einzige sei; immer wieder machte ich sie glauben, dass ich immer auf sie gewartet hätte. Immer wieder glaubte ich selbst daran.
Dann, für einen Moment, bleibe ich stehen und schaue verwundert auf die hinter mir liegende Zerstörung, von mir angerichtet. Natürlich kann ich euch verstehn; eine wie mich findet ihr nie wieder. Natürlich bricht euch das das Herz.

Draußen peitscht der Regen an’s Fenster und aus irgendeinem Grund habe ich plötzlich Angst, so alleine in der Badewanne. Der Sommer ist verschwunden, das wird mir deutlich. Es ist Herbst geworden – in mir oder um mich herum? In der Badewanne zu liegen ist schon ein Anfang, später werde ich Tee trinken und Kekse essen. Dicke Socken anziehen. Noch später dann Kaffee und Zigaretten. Meine Entgiftungskur; coffee and cigarettes. Ich entziehe das Gift des Sommers.

Meine Bestürzung ist groß, als ich aus dem Fenster und noch immer den Sommer sehe. Nur in mir war Herbst. Das kriegen wir wieder hin, min deern. I am ready, I am fine. Ich habe meine schönste Unterwäsche an, einfach weil Freitag ist. Vielleicht hilft mir das, diesen Punkt zu überwinden. Manchmal ist es schlimmer Freundinnen zu vermissen als diese Personen, die einem vermeintlich am wichtigsten sind. Diese Personen, für die wir oft Freundschaften aufgeben. Während ich den Spätsommerhimmel tief einatme, höre ich deine Stimme zu und frage mich, ob ich nicht euphorischer sein müsste. Du bist so nett und ich so wortkarg. Heute in der Badewanne habe ich mir unsere Trennung vorgestellt. Das sage ich dir nicht, stattdessen nicke ich immer, während du erzählst. Am Telefon.

Jetzt ist also doch noch Sommer und ich sollte diesen Pulli ausziehen und mich in’s Nachtleben stürzen. I am colorblind.

Von Counting Crows aus dem Song „Colorblind“ ist das meiste kursive, außer „Coffee and cigarettes“ das ist der Titel eines Filmes von Jim Jarmusch.

Zudem

wird gerade an anderen Orten auf der Welt Geschichte gemacht die bedeutsamer ist, als alle meine Geschichten.

(jetzt: http://english.aljazeera.net/watch_now/)

Summer’s gonna hurt you.

okay, achtung: das hier sind persönliche urlaubserinnerungen, in der nacht geschrieben und schon beim ersten überfliegen sind mir‘n paar blöde sätze aufgefallen, aber das jetzt alles zu überarbeiten hab ich auch keine lust mehr. lest es oder nicht, kritisiert es, falls ihr es lest aber seid nicht zu hart mit mir; ich hab hier nicht soo den fetten anspruch, dass das schön klingt! hooah! gute nacht!

Road Trip. Viel Kram im Gepäck; Fear And Loathing In Las Vegas und eine Kiste voller Essen statt Drogen. If you close the door the night could last forever. Wir fahren auf der Überholspur, andauernd, und hören 1 GB Musik in Dauerschleife. Die Sonne verbrennt unsere Haut während wir uns viel zu viel lieben (wenn ich dich ansehe und nicht aufhören kann zu lachen). Die Hitze flimmert so in unseren Köpfen, dass unsere Konturen zu verschwimmen beginnen. Beautiful scarlet.
Die Kassette spielte alten englischen Punkrock, während wir ohne den rechten Seitenspiegel gen Süden rasten. Wir gröhlten bei offenem Fenster mit und setzten Sonnenbrillen auf, wie sie auch John Lennon getragen haben würde. Wenn wir über Brücken fuhren waren wir die Könige der Welt.
Das Meer, endlich das Meer! Ich glaube nicht, was ich rieche, bis ich mit beiden Beinen im Wasser stehe. Ich habe nicht für jede Sternschnuppe einen Wunsch, die ich fallen sehe; eigentlich fällt mir überhaupt nichts ein, das ich mir wünsche, als ich mit dir in dieser heißen Nacht am Meer sitze und rauche. And I‘ll miss you forever, honey, more than you will know. Unter dem Himmel voller Sternschnuppen schlafen wir auch ein, neben dem Meer und neben den felsigen Bergen. Wake me up when I get home.
Die fremde Stadt brachte uns an unsere Grenzen. Der Versuch sich zurechtzufinden scheiterte immer wieder aber als wir schließlich in der Sonne lagen konnten wir nicht genug von ihr kriegen. Schlecht für unsere Haut, später konnte ich noch lange Fetzen von deiner abziehen. Als wir am Strand waren, musste ich einen Moment lang an eine Kurzgeschichte denken, in der es um eine Warze ging.
Wir schlafen im Auto, weil wir nicht jede Nacht zu dem Strand zurückfahren wollen. Mitten in der Stadt, im Wald, auf einem Parkplatz neben dem Meer. We like noise, it’s our choice, it’s what we wanna do. Tagsüber rasen wir mit lauter Musik über kurvige Bergstraßen und duschen mit Wasserflaschen am Straßenrand. Nachts hat die Stadt nur Mojitos für uns und keinen Ort an dem wir tanzen können. Doch wir können ja die Welt erobern, wir sind ja mobil, so ganz ohne rechten Seitenspiegel. Reissen wir uns gegenseitig raus oder reiten wir uns rein?
Als du sagtest, dass wir doch noch einmal zurückfahren können, an’s Meer, ich glaube, da habe ich angefangen dich noch so viel mehr zu lieben und habe bis heute nicht aufgehört damit. Wir saßen am Meer, hielten uns in den Armen und rauchten Zigarette um Zigarette. Ich konnte dem Meer Tschüß sagen und dachte, es wäre schön, wenn es ein Foto von diesem Moment geben würde.
Auf einem PC irgendwo in Frankreich wird da nun dieses Foto sein. Einer der beiden Weintrinker macht es ohne dass ich ihn darum bitte. Ich glaube ich glaube nicht recht; sieht er, wie bedeutsam der Moment ist? Ich muss mich so freuen und dann verbeugen wir uns vor dem Meer, es spendet kräftigen Applaus und wir geben eine extra Zugabe. I‘m waiting for my man. Ein letztes Mal möchte ich auch meine Füße hineinstellen; das Meer will mich ganz doch meine Kleider trocknen schnell in der Hitze dieser Nacht. It’s time to leave this town, it’s time to steal away
Am Tag fühlten wir uns wie Helden. Dass diese Geschichte filmreif war, merkten wir da. Ich trug das rote Kleid, als ich das Auto vorfuhr und dann gab es noch ein High Five in der Sonne. Wir fuhren mit dem schlammbespritzten Auto in die Nacht die noch jung war, und zum Glück konnten wir alles.
An der Bushaltestelle mitten im Kreisverkehr parken die Autos. La gente esta muy loca. Anzugspflicht in den Clubs die wir finden, aber zurück zum Auto zu gehen, habe ich auch keine Lust. Lust hätte ich, dem Kerl der dich so respektlos behandelt, meine Meinung zu sagen, doch mein Französisch reicht nicht aus. Einen Cocktail lang verraucht meine Wut nicht, auch nicht als wir schwarz erworbene Zigaretten rauchen. Que esto sólo empieza. Dann doch noch ein Club ohne Dresscode, eine Coverband spielt Nirvana und es gibt Bier in 0,25-Literflaschen für fünf Euro.
Wir tanzten so lange, bis ich keine Lust mehr hatte, andere Männer wegzuschubsen. Übermüdet liefen wir durch die engen Gassen zum Auto zurück und fanden den Weg nicht. Beim Espresso am nächsten Morgen stellten wir erschrocken fest, dass diese Stadt doch belebt war.
Auf der Rückfahrt Schilder am Straßenrand: HOD DOGS. Natürlich auch fruits et légumes, aber über die HOD DOGS lachen wir. Hoden Hunde? Wäre es nicht besser, das auf französisch zu beschriften? Des chaudes chiens oder sexy chiens? Wir sind mit unserem französisch am Ende, auch als wir den spanischen Tramper mitnehmen, der nur spanisch spricht. Summer’s gonna hurt you. Hier beginnt diese Geschichte, kurz nachdem ich sie angefangen habe schlafe ich im Auto ein. Bestimmt träume ich von dem Stau der war, als wir Marseille verließen. Die Nächte sind gegen Ende intensiver denn je
In der Schweiz waren wir grade rechtzeitig zum Essen. Nur um Zigaretten zu kaufen waren wir nach Ladenschluß noch in diesem Einkaufszentrum und die Leute die dort arbeiteten hörten zum Putzen die Beatles. Your mother should know.
In der letzten Nacht kann ich wieder nicht aufhören zu lachen und dir Dinge zu erzählen. Es ist alles so gut so wie es ist (es ist so gut die Welt mit dir zu entdecken). Blackbird singin‘ in the dead of night. Mir fallen Dinge ein, die ich vor zwei Sommern wusste und seitdem vergessen habe. Dass ich fast nie duschen konnte ist jetzt nicht mehr so schlimm, so habe ich noch ein bisschen vom Meer an mir. Such a perfect day, drink sangria in the park. Ich hätte nie gedacht, dass ein Sommer mit dir genau so gut werden könnte, wie ein Sommer ohne dich.



Songtextzitate von: The Velvet Underground, Diplo, Coconut Records, Sex Pistols, SDP, Red Hot Chili Peppers, The Fast And The Furious OST, Sak Noel, Prinz Pi, The Beatles, Lou Reed.
Wer was genauer wissen mag, fragt nach!

Ich wünschte ich würde mich für Tennis interessieren.

Würden wir uns einfach ein Auto klauen oder ein paar Pferde stehlen, dann könnten wir uns aufmachen in den Sonnenuntergang oder in die Nacht, wie es eher unser Stil ist. Den Sommer könnten wir damit verbringen den Wind im Haar zu spüren und das Meer zu suchen. Biertrinkend würden wir uns Anekdoten aus früheren Sommern erzählen und die Musik würde aus dem Auto- oder Handyradio schallen. Passend zum Sommer würden wir Sommerlieder hören und bestimmt würde einer von uns sagen, dass auf diese Weise der Sommer nie enden würde. Wenn er dann enden würde, würden wir die ganzen Bierflaschen in die Pfandautomaten im Supermarkt schmeißen, das Auto bunt bemalen und die Pferde in die Freiheit entlassen oder umlackieren und dann könnten wir dicke Socken anziehen um Tee zu trinken.
Würden wir uns einfach ein Auto klauen, mitten in der Nacht, dann würde bestimmt alles ziemlich denkwürdig werden.

Don‘t come closer or I‘ll have to go.

- no one told me how to live alone.

Ich habe mir eine Aufgabe gestellt, die ich erfüllen will. Das Leben, das ich jetzt lebe ist befristet, das darf ich nicht vergessen. Melancholie kann ich so nicht überwinden, auch nicht das Gefühl Dinge zu verpassen.

Wir haben den Krieg gelernt, in meinem Alptraum. Wir haben uns gegenseitig umgebracht, in der Wüste in der wir waren. Der Sand roch gelb und nach Blut. Soviel haben wir verborgen, voreinander. Schrapnell wird für weiche Ziele eingesetzt, für Menschen. Ich möchte den Krieg vergessen, möchte das Leben vergessen, das ich jetzt lebe. In den Arm genommen hast du mich nicht.

Es war eine wahnwitzige Idee, mich auf all das einzulassen. All den ‚was wäre wenn’s‘ zu viel Bedeutung beizumessen und mich zu verlieben. Dass es leicht ist, kann ich nicht sagen, aber es ist so leicht. Ich würde mir wünschen, ich hätte dich nie kennengelernt. Ich würde mir wünschen, dass ich Abschied nehmen kann.

Denn dem Krieg möchte ich entgehen. Der Traum war so eng und so wahr und als ich in der Nacht aufwachte und die Regentropfen am Fenster beobachtete tat die Welt mir weh. Am Morgen danach „Full Metal Jacket“. Essen konnte ich nicht dabei, nur geweint hätte ich gern. Wenn die Musik da ist und die Wolken ganz schnell vorbeiziehen, an dem Fenster neben dem ich gerade liege, dann kann ich atmen. Aber die Wolken werden die Wüste nie erreichen. Jeder stirbt alleine im Krieg.

Ich werde dich verlassen und das weißt du. Ich werde dich verlassen, das hoffe ich zumindest.

You got your whole life to lose.

Blaustreifenschwarz ist der Himmel und die Luft voller Rückkopplungen. Die Schallplatte hängt und ich muss entscheiden, ob ich sie nun endlich zerbreche. Das wäre so unvernünftig. Unglücklicherweise passt ‚unvernünftig‘ gut zu meiner Lebensphilosophie, unglücklicherweise habe ich keinen Plan oder andere Pläne.

One, two, three. „Basilikum“ ist neutrum, wusstet Ihr das? Ich lerne doch dazu; hört jetzt auf, nicht an mich zu glauben! Ihr könntet mich dann retten. Ich möchte mich in deiner Stimme vergraben, die Welt und mein Herz sollen ohne mich stehen bleiben. Aber die Platte hängt und hängt. Ich möchte ein Beil nehmen und sie zerschlagen, ich möchte mich von ihr los sagen und mich mit anderer Musik einhüllen. Aber dann sagen sie, das wäre Flucht, dann sagen sie, ich wäre feige.

Muss ich mir etwas beweisen? Ich stehe im Wind, mitten im Lärmsturm und manchmal denke ich, dass ich die Schallplatte ja noch reparieren könnte. Auch wenn reparieren nicht mein Stil ist, denn ‚reparieren‘ kommt nicht im Vokabular einer Unvernünftigen vor.